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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

Depot-Vergleich
Scalable, DKB, Trade Republic & mehr
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Filialbanken Vergleich Altersvorsorgedepot

Key-Facts: Filialbanken für das Altersvorsorgedepot

  • Geschätzte Kosten 0,40 – 1,00 % p.a. (zzgl. Fondskosten)
  • Gesamtkosten inkl. Fonds 0,80 – 2,00 % p.a.
  • Beratung Persönlich in der Filiale, inklusive
  • Filialnetz 400 – 10.000+ je nach Anbieter
  • Zertifizierung Stand 03/2026: noch keine Zertifizierung
  • Kostennachteil gg. Neobroker ca. 20.000 – 60.000 EUR (30 J.)
Das Wichtigste in Kürze:
  • Geschätzte Gesamtkosten 0,80 bis 2,00 % p.a. — die teuerste Anbieterkategorie
  • Persönliche Beratung in 400 bis 10.000+ Filialen je nach Anbieter
  • Sparkasse und Volksbank mit dem größten Filialnetz, Deutsche Bank mit gehobenem Service
  • Kostennachteil gegenüber Neobrokern: 20.000 bis 60.000 EUR über 30 Jahre
  • Alle fünf haben langjährige Erfahrung mit Riester-Produkten und Zulagenbeantragung

Warum eine Filialbank für das Altersvorsorgedepot?

Filialbanken bieten das, was Neobroker und Direktbanken nicht können: einen Berater, der dir gegenübersitzt, deine Fragen beantwortet und gemeinsam mit dir eine Anlagestrategie entwickelt. Für das Altersvorsorgedepot kann das einen echten Mehrwert darstellen – besonders wenn du wenig Erfahrung mit ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s und Wertpapieren hast.

Filialbanken-Beratung und Kosten beim Altersvorsorgedepot

Der Nachteil liegt in den höheren Kosten. Filialbanken veranschlagen voraussichtlich 0,40 bis 1,00 % Depotgebühren pro Jahr, dazu kommen höhere Fondskosten (TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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) – insbesondere wenn hauseigene, aktiv gemanagte Fonds statt günstiger ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s zum Einsatz kommen. Über 30 Jahre summiert sich der Kostenunterschied zu Neobrokern auf 30.000 bis 70.000 Euro.

Hinweis: Die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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, KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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und der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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gelten bei allen Anbietern gleich. Die Wahl der Filialbank beeinflusst nur die Kosten, nicht die staatliche Förderung.

Alle fünf Filialbanken im Überblick

Kriterium Sparkasse Volksbank Commerz­bank Deutsche Bank Postbank
Gesch. Kosten p.a. 0,40 – 0,90 % 0,40 – 0,90 % 0,40 – 0,80 % 0,50 – 1,00 % 0,40 – 0,80 %
Fondsgesellschaft Deka Union Investment Diverse DWS / Xtrackers DWS (begrenzt)
Filialen 10.000+ 8.000+ ca. 800 ca. 400 ca. 800
Organisationsform Öffentlich-rechtlich Genossenschaftlich Börsennotiert Börsennotiert Deutsche Bank Tochter
ETF-Option Deka-ETFs, evtl. extern Union-ETFs, evtl. extern Ja, breitere Auswahl Xtrackers-ETFs Begrenzt
Lifecycle-Modell Ja (Deka) Ja (UniProfiRente) Möglich Möglich Möglich
Kunden 40 Mio.+ 30 Mio.+ 11 Mio.+ 19 Mio.+ 12 Mio.+

Detailvergleich der fünf Filialbanken

Welche Filialbank hat die niedrigsten Kosten?

Bei den Depotgebühren liegen Commerzbank und Postbank voraussichtlich etwas günstiger als Sparkasse und Volksbank. Die Deutsche Bank dürfte die teuerste Option sein. Der größere Kostenfaktor sind jedoch die Fondsgebühren: Deka- und Union-Fonds haben typischerweise eine hohe TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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von 0,50 bis 1,50 % – deutlich mehr als passive ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s.

Wenn du bei einer Filialbank unbedingt kosteneffizient anlegen möchtest, frage nach ETF-basierten Lösungen. Die Commerzbank und Deutsche Bank (über Xtrackers) bieten hier die besten Optionen.

Beratung: Wer beratet am besten?

Sparkasse und Volksbank haben mit Abstand die meisten Filialen und damit die höchste Erreichbarkeit. Die Deutsche Bank bietet auf gehobenem Niveau Beratung inklusive Vermögensverwaltung. Die Commerzbank hat ein professionelles Beratungsangebot, und die Postbank punktet mit niedrigschwelligem Zugang in Post-Filialen.

Die Qualität der Beratung variiert stark je nach Filiale und Berater. Ein grundsätzliches Risiko bei allen Filialbanken: Berater haben oft Anreize, hauseigene Produkte zu empfehlen – auch wenn günstigere Alternativen existieren.

Welche Fonds und ETFs bieten die Filialbanken an?

Sparkasse und Volksbank werden voraussichtlich primär ihre hauseigenen Fonds (Deka bzw. Union Investment) anbieten. Die Commerzbank hat eine breitere Auswahl mit verschiedenen Fondsanbietern. Die Deutsche Bank kann über DWS und Xtrackers sowohl aktive Fonds als auch günstige ETFs anbieten.

Wie funktioniert das Zulagenmanagement bei Filialbanken?

Alle fünf Filialbanken haben umfangreiche Erfahrung mit der Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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und werden die Zulagenbeantragung voraussichtlich komplett übernehmen. Das ist ein klarer Vorteil: Du musst dich nicht selbst um GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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, KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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und SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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kümmern.

Rechenbeispiel: Herbert (50) verdient 55.000 EUR brutto und nutzt seit Jahrzehnten die Sparkasse. Er spart monatlich 200 EUR ins Altersvorsorgedepot mit einem Deka-Mischfonds (1,20 % Gesamtkosten). Bei 7 % Rendite vor Kosten wächst sein Depot in 17 Jahren auf rund 63.000 EUR. Hätte er bei einem Neobroker (0,20 % Kosten) einen MSCI-World-ETF gewählt, wären es rund 72.000 EUR — 9.000 EUR mehr.

Vorteile aller Filialbanken

  • Persönliche Beratung in der Filiale
  • Zulagenbeantragung wird komplett betreut
  • Jahrzehntelange Erfahrung mit Altersvorsorge
  • Vertraute Marken mit hoher Bekanntheit
  • Vollbank-Service aus einer Hand

Nachteile aller Filialbanken

  • Deutlich höhere Kosten als Neobroker und Direktbanken
  • Fokus auf hauseigene, oft teurere Fondsprodukte
  • Mögliche Interessenkonflikte bei der Beratung
  • Noch keine offizielle Zertifizierung
  • Kostenunterschied summiert sich auf fünfstellige Beträge

Kostenvergleich: Filialbank vs. Neobroker über 30 Jahre

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die höheren Kosten einer Filialbank gegenüber einem Neobroker über 30 Jahre auswirken:

Anbietertyp Gesamtkosten p.a. Endvermögen (30 J.) Differenz
Neobroker 0,25 % ca. 226.000 EUR Referenz
Filialbank (günstig) 0,80 % ca. 206.000 EUR -20.000 EUR
Filialbank (mittel) 1,20 % ca. 192.000 EUR -34.000 EUR
Filialbank (teuer) 1,80 % ca. 172.000 EUR -54.000 EUR

Annahmen: 200 EUR/Monat, 7 % Bruttorendite, 30 Jahre. Vereinfachte Darstellung ohne Zulagen, Steuern und VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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Empfehlung: Welche Filialbank für wen?

  • Sparkasse – Höchste Erreichbarkeit (10.000+ Filialen). Ideal, wenn dir räumliche Nähe und der öffentlich-rechtliche Hintergrund wichtig sind.
  • Volksbank – Genossenschaftliches Modell mit starker regionaler Verankerung. Gut, wenn du das Mitglieder-Prinzip schätzt.
  • Commerzbank – Breitere Fondsauswahl und Zugang zur Direktbank-Tochter comdirect. Guter Kompromiss.
  • Deutsche Bank – Für Kunden, die gehobene Beratung und Vermögensverwaltung wünschen. Teuerste Option.
  • Postbank – Niedrigschwelliger Zugang in Post-Filialen. Gut für Einsteiger.

Fazit: Beratung hat ihren Preis

Filialbanken bieten für das Altersvorsorgedepot den höchsten Service, aber auch die höchsten Kosten. Ob sich die persönliche Beratung lohnt, hängt von deiner individuellen Situation ab. Wenn du dich mit Wertpapieren unsicher fühlst und Wert auf einen Ansprechpartner legst, kann die Filialbank den Einstieg erleichtern.

Bedenke jedoch: Die Beratung findet einmalig bei der Eröffnung statt. Die höheren laufenden Kosten zahlst du über Jahrzehnte. Eine Alternative wäre, sich einmalig gegen Honorar beraten zu lassen und dann ein günstiges Depot bei einem Neobroker oder einer Direktbank zu eröffnen. Der Kosten-Rechner zeigt den Unterschied auf den Euro genau, und der Förderungs-Check berechnet deine persönliche Zulage.

Tipp: Wenn du dich für eine Filialbank entscheidest, bitte den Berater um eine vollständige Kostenaufstellung: Depotgebühr + TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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der Fonds + eventuelle Ausgabeaufschläge. Vergleiche diese Gesamtkosten mit Neobroker-Angeboten, bevor du unterschreibst.

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Das Altersvorsorgedepot befindet sich im Gesetzgebungsprozess — Details können sich noch ändern.

Kostenunterschied berechnen

Wie viel kostet dich die persönliche Beratung über 30 Jahre? Berechne den Unterschied zu einem Neobroker.

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Neobroker Vergleich

Die günstigste Kategorie: Trade Republic, Scalable & Co.

Direktbanken Vergleich

Der Mittelweg: ING, DKB, comdirect und Consorsbank.

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Alle Anbieter

Komplette Übersicht aller voraussichtlichen Anbieter.

Kostenvergleich im Detail

So wirken sich Gebühren über 30 Jahre auf dein Vermögen aus.

Häufige Fragen

Welche Filialbanken bieten das Altersvorsorgedepot an?

Sparkasse, Volksbank, Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank werden voraussichtlich alle ein Altersvorsorgedepot anbieten. Kosten: 0,40-0,90% p.a. Depotgebühr + Fondskosten. Vorteil: persönliche Beratung.

Lohnt sich die Filialbank für das Altersvorsorgedepot?

Nur wenn persönliche Beratung genutzt wird. Kostendifferenz zu Neobrokern kann über 30 Jahre 20.000-40.000 EUR betragen. Für Selbstentscheider: Direktbank oder Neobroker. Für Beratungsbedürftige: Filialbank sinnvoll.

Was kostet das Altersvorsorgedepot bei der Sparkasse vs. Volksbank?

Sparkasse: ca. 0,40-0,90% p.a., meist Deka-Fonds (TER 0,30-0,90%). Volksbank: ähnlich, Union Investment Fonds. Beide teurer als Direktbanken. ETF-Auswahl eingeschränkt. Für günstige ETF-Lösungen: Direktbank oder Neobroker wählen.

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