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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Vermögen nach Alter in Deutschland — Bundesbank-Daten

Key-Facts: Vermögen Deutschland (Bundesbank PHF 2024)

  • Median-Nettovermögen aller Haushalte 106.600 EUR
  • Durchschnitts-Nettovermögen 316.500 EUR
  • Median unter 35 Jahren 17.500 EUR
  • Median 55-64 Jahre 171.200 EUR
  • Anteil Immobilienbesitzer 42,1 %

Median vs. Durchschnitt: Warum der Unterschied so groß ist

Das durchschnittliche Nettovermögen (316.500 EUR) liegt dreimal so hoch wie der Median (106.600 EUR). Laut Bundesbank PHF-Studie liegt das daran, dass wenige sehr vermögende Haushalte den Durchschnitt nach oben ziehen. Die oberen 10 % besitzen rund 60 % des gesamten Vermögens in Deutschland. Für den Vergleich mit deiner eigenen Situation ist deshalb der Median (die Mitte, 50 % haben mehr, 50 % haben weniger) aussagekräftiger.

Nettovermögen nach Altersgruppe (Bundesbank PHF)

Altersgruppe Median Durchschnitt 25. Perzentil 75. Perzentil
unter 25 5.200 EUR 18.400 EUR 800 EUR 14.500 EUR
25-34 17.500 EUR 62.300 EUR 3.100 EUR 51.200 EUR
35-44 73.600 EUR 174.800 EUR 12.400 EUR 198.000 EUR
45-54 126.300 EUR 313.500 EUR 21.700 EUR 321.000 EUR
55-64 171.200 EUR 427.600 EUR 35.400 EUR 412.000 EUR
65-74 152.900 EUR 384.200 EUR 28.900 EUR 365.000 EUR
75+ 117.600 EUR 301.800 EUR 19.200 EUR 278.000 EUR
Tipp: Der Vermögenssprung zwischen 25-34 (Median 17.500 EUR) und 35-44 (Median 73.600 EUR) liegt vor allem an Immobilienkäufen. Ohne Immobilie ist der Sprung deutlich kleiner — ein Grund mehr, in ein Altersvorsorgedepot zu investieren.

Was zählt zum Nettovermögen?

Die Bundesbank-Studie erfasst das gesamte Nettovermögen eines Haushalts: Immobilien (Marktwert minus Restschuld), Finanzanlagen (Aktien, ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s, Sparguthaben, Lebensversicherungen), betriebliche Altersvorsorge und Sachvermögen (Fahrzeuge, Schmuck) — abzüglich aller Schulden (Hypothek, Konsumkredit, Studienkredit).

Nicht enthalten sind Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Würde man diese mit einrechnen (Barwert der Rentenansprüche), hätte ein Durchschnittsverdiener mit 45 Jahren rechnerisch ein "Rentenvermögen" von ca. 200.000-250.000 EUR. Das relativiert die Zahlen, zeigt aber auch: Die gesetzliche Rente allein reicht nicht für den gewohnten Lebensstandard.

Vermögensaufbau: Mieter vs. Eigentümer

Altersgruppe Median Eigentümer Median Mieter Faktor
25-34 112.000 EUR 8.300 EUR 13,5x
35-44 231.000 EUR 18.700 EUR 12,4x
45-54 348.000 EUR 26.100 EUR 13,3x
55-64 395.000 EUR 31.800 EUR 12,4x

Die Daten zeigen einen drastischen Unterschied: Eigentümer haben im Median ein 12-13-mal höheres Nettovermögen als Mieter. Das liegt allerdings vor allem an der zwanghaften Sparwirkung der Hypothek — Mieter, die konseqünt in ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s sparen, können den Abstand deutlich verringern. Ein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan mit 400 EUR monatlich und 7 % Rendite ergibt über 30 Jahre rund 488.000 EUR.

Achtung: Immobilienvermögen ist illiquide — du kannst es nicht einfach für die Rente verwenden, ohne zu verkaufen. Ein Altersvorsorgedepot bietet flexiblere Entnahmemöglichkeiten in der Rentenphase.

Vermögen nach Geschlecht: Der Gender Wealth Gap

Die Bundesbank-Daten zeigen auch erhebliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Der Gender Wealth Gap liegt bei ca. 35 % — Frauen haben im Median ein um 35 % geringeres Nettovermögen als Männer. Die Gründe überschneiden sich mit dem Gender Pension Gap: Teilzeitarbeit, Care-Arbeit, geringere Einkommen. Gerade für Frauen ist eine frühe, eigenständige Altersvorsorge entscheidend.

Vermögen nach Region: Ost vs. West

Laut liegt das Medianvermögen in Westdeutschland bei ca. 121.000 EUR, in Ostdeutschland bei nur 51.000 EUR — ein Verhältnis von 2,4:1. Die Gründe sind historisch: Kein Immobilieneigentum in der DDR, geringere Einkommen nach der Wiedervereinigung, weniger Erbschaften. Mehr dazu in unserem Artikel Altersvorsorge Ost vs. West.

Was die Zahlen für deine Vorsorge bedeuten

  1. Vergleiche dich mit dem Median, nicht dem Durchschnitt Der Durchschnitt wird von Millionären verzerrt. Wenn du über dem Median deiner Altersgruppe liegst, bist du besser aufgestellt als die Hälfte aller Deutschen.
  2. Berechne deine Rentenlücke Dein Vermögen allein sagt wenig aus — entscheidend ist, ob es für deine Rente reicht. Ein Haushalt mit 150.000 EUR Vermögen und 1.300 EUR gesetzlicher Rente hat eine Lücke von ca. 500 EUR monatlich.
  3. Fang jetzt an Egal ob du über oder unter dem Median liegst: Jeder zusätzliche Euro im Altersvorsorgedepot mit GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    von bis zu 540 EUR/Jahr bringt dich weiter.

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Häufige Fragen

Wie viel Vermögen sollte man in welchem Alter haben?

Richtwerte nach Lebensalter (Basis: Deutschland, Median-Nettoeinkommen ca. 2.200 EUR/Monat, Sparziel Altersvorsorge): Mit 30: 1-2x Jahresgehalt (ca. 25.000-55.000 EUR). Mit 40: 3-4x Jahresgehalt (75.000-110.000 EUR). Mit 50: 6-7x Jahresgehalt (150.000-185.000 EUR). Mit 60: 8-10x Jahresgehalt (200.000-264.000 EUR). Mit 65: 10-12x Jahresgehalt zum Rentenstart (ca. 264.000-316.000 EUR). Diese Richtwerte gelten für das investierbare Vermögen (Depot + Tagesgeld), nicht Immobilien. Realitätscheck: Laut Bundesbank-Studie 2023 hat der Median-Haushalt in Deutschland mit 55-65 Jahren ca. 110.000 EUR Nettovermögen inkl. Immobilien - das ist deutlich unter dem Zielwert für eine komfortable Altersvorsorge.

Warum hat die Mehrheit der Deutschen zu wenig Vermögen für das Rentenalter aufgebaut?

Strukturelle Gründe für die deutsche Vermögenslücke: (1) Aktienkultur fehlt - nur ca. 17 % der Deutschen besitzen Aktien oder Fonds direkt (USA: ca. 55 %). Historische Skepsis nach 1929 und Neuer Markt 2000 wirkt noch. (2) Sparquote zu konservativ - Tagesgeld und Sparbuch mit Nullzins statt ETF. Real-Kaufkraft verloren. (3) Riester-Falle - viele Riester-Sparer zahlten hohe Abschlusskosten und bekamen wenig Rendite. (4) Immobilien zu spät oder zu teuer gekauft - nach 2015 explodierte der Immobilienmarkt, viele Käufer haben hohe Kredite. (5) Kein Financial Literacy - Zinseszins-Mechanismus und Inflation werden systematisch unterschätzt. Lösung: AVD ab 2027 als niederschwellige, staatlich geförderte Alternative für Neubeginner und Nachholbedarf.

Wie ist das Vermögen in Deutschland nach Alter verteilt?

Laut Bundesbank-Houseold-Finance-and-Consumption-Survey 2023: Mittleres (Median) Nettovermögen nach Altersgruppe: Unter 35: ca. 19.000 EUR. 35-44: ca. 55.000 EUR. 45-54: ca. 110.000 EUR. 55-64: ca. 152.000 EUR. 65+: ca. 185.000 EUR. Das Durchschnittsvermögen liegt deutlich höher (Mittelwert durch Reiche verzerrt): 65+ Durchschnitt ca. 440.000 EUR. Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist europäisch betrachtet hoch: Die reichsten 10 % besitzen ca. 60 % des Gesamtvermögens. Für Altersvorsorge relevant: Der Median-Rentner mit 185.000 EUR Nettovermögen und 1.000 EUR/Monat GRV-Rente ist gut aufgestellt, aber kein Wohlstandsniveau. Wer vom Depot leben will, braucht deutlich mehr - Zielkapital 600.000-750.000 EUR für 2.000-2.500 EUR/Monat Entnahme.

Was ist das Altersvorsorgedepot (AVD)?

für die private Altersvorsorge. Einzahlungen werden mit Grundzulage (540 EUR/Jahr), Kinderzulage (300 EUR/Kind) und Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) gefördert. In der Ansparphase keine Abgeltungsteuer - Kapital arbeitet ungestört bis zur Rente.

Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Grundzulage: 540 EUR/Jahr. Kinderzulage: 300 EUR/Kind/Jahr. Berufseinsteigerbonus: 200 EUR (einmalig, unter 25 Jahren). Sonderausgabenabzug: bis 1.800 EUR/Jahr. Bei 35% Steuersatz und maximaler Einzahlung: Gesamtförderung über 1.350 EUR/Jahr möglich.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Anbieter wählen (Neobroker, Direktbank oder Filialbank), online Depot eröffnen (Video-Ident), ETF-Sparplan einrichten, Zulagenantrag automatisch durch Anbieter. Erste Einzahlung ab 1 EUR möglich. Förderung ab Eröffnung im selben Kalenderjahr anrechenbar.

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