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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Selbständige ohne Altersvorsorge — Statistiken und Fakten

Key-Facts: Selbständige ohne Vorsorge

  • Selbständige in Deutschland 3,6 Mio.
  • Davon Solo-Selbständige 1,8 Mio.
  • Ohne obligatorische Alterssicherung 2,6 Mio.
  • Solo-Selbständige ohne private Vorsorge über 50 %
  • Durchschnittliches Solo-Netto ca. 1.200 EUR/Monat

Die Zahlen sind alarmierend

Von den 3,6 Millionen Selbständigen in Deutschland sind rund 2,6 Millionen nicht in ein obligatorisches Alterssicherungssystem eingebunden. Sie zahlen weder in die gesetzliche Rentenversicherung noch in ein berufsständisches Versorgungswerk ein. Während Angestellte automatisch über den Arbeitgeber in die gesetzliche Rente einzahlen, müssen Selbständige selbst aktiv werden — und genau das tun viele nicht.

Besonders dramatisch ist die Lage bei Solo-Selbständigen: Über 50 % haben keinerlei private Altersvorsorge. Kein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Sparplan, keine Lebensversicherung, kein Rürup-Vertrag. Nichts. Bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von nur 1.200 EUR im Monat bleibt oft schlicht kein Spielraum — oder es wird verdrängt.

Warum sorgen Selbständige nicht vor?

Grund Betroffene (geschätzt) Typisches Profil
Zu geringes Einkommen ca. 40 % Solo-Selbständige, Kreative, Gründer
Schwankendes Einkommen ca. 25 % Freelancer, Saisonarbeiter, Berater
Verdrängung / Unwissenheit ca. 20 % Jüngere Selbständige, Quereinsteiger
Bewusste Entscheidung (Immobilie etc.) ca. 10 % Besserverdiener, Unternehmer mit Vermögen
Misstrauen gegenüber Finanzprodukten ca. 5 % Schlechte Erfahrungen mit Beratern

Die Konsequenz: Altersarmut ist vorprogrammiert

33 % der ehemals Selbständigen beziehen eine Rente von unter 700 EUR im Monat. Das liegt unter dem Grundsicherungsniveau. Wer 30 oder 40 Jahre selbständig war und nichts zurückgelegt hat, steht im Alter vor dem Nichts. Mehr zu den konkreten Zahlen findest du im Ratgeber Altersarmut bei Selbständigen.

Die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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und der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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durch das neue Altersvorsorgedepot können hier einen echten Unterschied machen — aber nur, wenn du jetzt anfängst. Bei einem EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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von 30 % und vollem Ausschöpfen des Sonderausgabenabzugs sparst du jedes Jahr signifikant Steuern.

Wusstest du? 26 % aller Selbständigen haben keinerlei private Vorsorge. Bei Solo-Selbständigen sind es sogar über 50 %. Das Altersvorsorgedepot mit bis zu 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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pro Jahr ist speziell dafür konzipiert, auch bei kleinem Budget eine Vorsorge aufzubauen. Die GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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stellt sicher, dass du automatisch die bessere Variante bekommst — Zulagen oder Steuerabzug.

Warum das Altersvorsorgedepot die Lösung sein kann

Bisherige Produkte wie die Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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waren für Selbständige meist nicht zugänglich — oder nur unter bestimmten Bedingungen. Das neue Altersvorsorgedepot ändert das grundlegend: Auch Selbständige ohne PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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-Status in der gesetzlichen Rentenversicherung können teilnehmen. Du investierst in ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s, profitierst vom SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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und der GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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, und dein Depot genießt Insolvenzschutz — ein entscheidender Vorteil gegenüber einem normalen Depot.

Gerade bei schwankendem Einkommen bietet das Depot Flexibilität: Du kannst die Sparrate anpassen, pausieren und in guten Monaten mehr einzahlen. Für Gründer in der Startphase ist das besonders relevant.

Wer ist besonders betroffen?

Selbständige Frauen trifft es doppelt: Der Gender Pension Gap liegt bei 36,9 %, und bei Selbständigkeit fehlt auch noch die gesetzliche Rente als Sicherheitsnetz. Durchschnittlich 1.400 EUR brutto bei Frauen vs. 2.300 EUR bei Männern — das ist eine massive Lücke.

Wer in der Künstlersozialkasse ist, zahlt zwar 9,3 % Rentenbeitrag, aber das reicht bei den üblichen Einkommen der KSK-Mitglieder kaum für eine auskömmliche Rente. Das Altersvorsorgedepot ist die ideale Ergänzung. Und für nebenberuflich Selbständige stellt sich die Frage, über welchen Status sie das Depot am besten nutzen.

Was du jetzt tun solltest

Wenn du selbständig bist und bisher keine Vorsorge betreibst, ist das Altersvorsorgedepot der einfachste Einstieg. Schon mit 50 EUR im Monat baust du über Jahrzehnte ein relevantes Polster auf — dank Zinseszinseffekt und staatlicher Förderung. Nutze den Depot-Rechner, um zu sehen, was für dich drin ist.

Vorteile

  • Altersvorsorgedepot steht auch Selbständigen offen
  • Bis zu 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    pro Jahr
  • SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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    senkt die Steuerlast sofort
  • Insolvenzschutz — normales Depot hat das nicht
  • Flexible Sparraten, auch bei schwankendem Einkommen

Nachteile / Risiken

  • Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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    in der Auszahlungsphase
  • Bei FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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    er Entnahme: Zulagen zurückzahlen
  • Marktrisiko bei ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -basierten Depots
  • Mindestlaufzeit bis zur Rente — kein schneller Zugriff
  • Wer gar kein Einkommen hat, profitiert weniger vom Steuerabzug

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Häufige Fragen

Warum haben so viele Selbständige keine ausreichende Altersvorsorge?

Laut BMAS-Studie 2024 haben 34 % der Selbständigen keinerlei private Altersvorsorge außer evtl. Immobilien. Die Hauptgründe: schwankende Einkommen machen fixe Sparraten psychologisch schwer, der Sofortverzicht auf Liquidität wiegt gefühlt schwerer als der abstrakte Zukunftsnutzen, und die Komplexität der deutschen Vorsorgeprodukte (Rürup vs. ETF vs. Immobilie) führt zur Entscheidungslähmung. Dazu kommt die typische Selbständigenillusion, dass das Unternehmen einmal verkauft werden kann – was statistisch in weniger als 30 % der Fälle gelingt. Das Ergebnis: viele Selbständige stehen mit 65 vor einem strukturellen Altersarmutsrisiko, da sie weder GRV-Ansprüche noch ausreichend Kapitalvermögen aufgebaut haben.

Was passiert konkret bei Selbständigen ohne Altersvorsorge im Rentenalter?

Wer als Selbständiger nie in die GRV oder ein Versorgungswerk eingezahlt hat, bekommt im Rentenalter: Null Euro gesetzliche Rente. Falls kein Kapitalvermögen vorhanden ist, greift die Grundsicherung im Alter (§ 41 SGB XII) – 2026 ca. 563 EUR/Monat plus Mietkosten. Die Grundsicherung setzt Bedürftigkeit voraus, d.h. vorhandenes Vermögen über dem Schonbetrag (5.000 EUR) muss zuerst aufgebraucht werden. Eine selbst genutzte Immobilie ist geschützt. Das Stigma der Grundsicherung ist real, aber das System fängt auf. Der Unterschied zwischen 800 EUR Grundsicherung und 1.800 EUR Rente aus privater Vorsorge entspricht nach 20 Jahren Rentenzeit einem aufgezinsten Kapitalstock von ca. 180.000 EUR – erreichbar mit ca. 300 EUR/Monat ETF-Sparrate über 20 Jahre bei 7 % Rendite.

Wie startet man als Selbständiger die Altersvorsorge, wenn man bisher nichts gemacht hat?

Drei Schritte sofort: Erstens Liquiditätspuffer aufbauen – 3 Nettomonatsgehälter auf Tagesgeld, damit keine Depot-Auflösung im nächsten Einbruch nötig ist. Zweitens AVD eröffnen und Dauerzulage 540 EUR/Jahr aktivieren (Minimeinzahlung 60 EUR/Monat) – staatliche Förderquote bei kleiner Einzahlung maximal. Drittens Rürup prüfen wenn Steuersatz über 30 %, sonst freies ETF-Depot mit MSCI World / All-World ETF. Kein aufwendiger Finanzplan nötig – Hauptsache anfangen. Jedes Jahr Verzögerung kostet durch Zinseszins real ca. 3–5 % des Endvermögens. Mit 45 Jahren Start sind 20 Jahre Anlagezeit noch realistisch für einen sechsstelligen Vermögensaufbau.

Was ist das Altersvorsorgedepot (AVD)?

für die private Altersvorsorge. Einzahlungen werden mit Grundzulage (540 EUR/Jahr), Kinderzulage (300 EUR/Kind) und Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) gefördert. In der Ansparphase keine Abgeltungsteuer - Kapital arbeitet ungestört bis zur Rente.

Wie hoch ist die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Grundzulage: 540 EUR/Jahr. Kinderzulage: 300 EUR/Kind/Jahr. Berufseinsteigerbonus: 200 EUR (einmalig, unter 25 Jahren). Sonderausgabenabzug: bis 1.800 EUR/Jahr. Bei 35% Steuersatz und maximaler Einzahlung: Gesamtförderung über 1.350 EUR/Jahr möglich.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Anbieter wählen (Neobroker, Direktbank oder Filialbank), online Depot eröffnen (Video-Ident), ETF-Sparplan einrichten, Zulagenantrag automatisch durch Anbieter. Erste Einzahlung ab 1 EUR möglich. Förderung ab Eröffnung im selben Kalenderjahr anrechenbar.

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