Key-Facts: Selbständige ohne Vorsorge
- Selbständige in Deutschland 3,6 Mio.
- Davon Solo-Selbständige 1,8 Mio.
- Ohne obligatorische Alterssicherung 2,6 Mio.
- Solo-Selbständige ohne private Vorsorge über 50 %
- Durchschnittliches Solo-Netto ca. 1.200 EUR/Monat
Die Zahlen sind alarmierend
Von den 3,6 Millionen Selbständigen in Deutschland sind rund 2,6 Millionen nicht in ein obligatorisches Alterssicherungssystem eingebunden. Sie zahlen weder in die gesetzliche Rentenversicherung noch in ein berufsständisches Versorgungswerk ein. Während Angestellte automatisch über den Arbeitgeber in die gesetzliche Rente einzahlen, müssen Selbständige selbst aktiv werden — und genau das tun viele nicht.
Besonders dramatisch ist die Lage bei Solo-Selbständigen: Über 50 % haben keinerlei private Altersvorsorge. Kein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →-Sparplan, keine Lebensversicherung, kein Rürup-Vertrag. Nichts. Bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von nur 1.200 EUR im Monat bleibt oft schlicht kein Spielraum — oder es wird verdrängt.
Warum sorgen Selbständige nicht vor?
| Grund | Betroffene (geschätzt) | Typisches Profil |
|---|---|---|
| Zu geringes Einkommen | ca. 40 % | Solo-Selbständige, Kreative, Gründer |
| Schwankendes Einkommen | ca. 25 % | Freelancer, Saisonarbeiter, Berater |
| Verdrängung / Unwissenheit | ca. 20 % | Jüngere Selbständige, Quereinsteiger |
| Bewusste Entscheidung (Immobilie etc.) | ca. 10 % | Besserverdiener, Unternehmer mit Vermögen |
| Misstrauen gegenüber Finanzprodukten | ca. 5 % | Schlechte Erfahrungen mit Beratern |
Die Konsequenz: Altersarmut ist vorprogrammiert
33 % der ehemals Selbständigen beziehen eine Rente von unter 700 EUR im Monat. Das liegt unter dem Grundsicherungsniveau. Wer 30 oder 40 Jahre selbständig war und nichts zurückgelegt hat, steht im Alter vor dem Nichts. Mehr zu den konkreten Zahlen findest du im Ratgeber Altersarmut bei Selbständigen.
Die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren → und der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren → durch das neue Altersvorsorgedepot können hier einen echten Unterschied machen — aber nur, wenn du jetzt anfängst. Bei einem EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
Mehr erfahren → von 30 % und vollem Ausschöpfen des Sonderausgabenabzugs sparst du jedes Jahr signifikant Steuern.
Wusstest du? 26 % aller Selbständigen haben keinerlei private Vorsorge. Bei Solo-Selbständigen sind es sogar über 50 %. Das Altersvorsorgedepot mit bis zu 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren → pro Jahr ist speziell dafür konzipiert, auch bei kleinem Budget eine Vorsorge aufzubauen. Die GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
Mehr erfahren → stellt sicher, dass du automatisch die bessere Variante bekommst — Zulagen oder Steuerabzug.
Warum das Altersvorsorgedepot die Lösung sein kann
Bisherige Produkte wie die Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
Mehr erfahren → waren für Selbständige meist nicht zugänglich — oder nur unter bestimmten Bedingungen. Das neue Altersvorsorgedepot ändert das grundlegend: Auch Selbständige ohne PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
Mehr erfahren →-Status in der gesetzlichen Rentenversicherung können teilnehmen. Du investierst in ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →s, profitierst vom SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren → und der GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →, und dein Depot genießt Insolvenzschutz — ein entscheidender Vorteil gegenüber einem normalen Depot.
Gerade bei schwankendem Einkommen bietet das Depot Flexibilität: Du kannst die Sparrate anpassen, pausieren und in guten Monaten mehr einzahlen. Für Gründer in der Startphase ist das besonders relevant.
Wer ist besonders betroffen?
Selbständige Frauen trifft es doppelt: Der Gender Pension Gap liegt bei 36,9 %, und bei Selbständigkeit fehlt auch noch die gesetzliche Rente als Sicherheitsnetz. Durchschnittlich 1.400 EUR brutto bei Frauen vs. 2.300 EUR bei Männern — das ist eine massive Lücke.
Wer in der Künstlersozialkasse ist, zahlt zwar 9,3 % Rentenbeitrag, aber das reicht bei den üblichen Einkommen der KSK-Mitglieder kaum für eine auskömmliche Rente. Das Altersvorsorgedepot ist die ideale Ergänzung. Und für nebenberuflich Selbständige stellt sich die Frage, über welchen Status sie das Depot am besten nutzen.
Was du jetzt tun solltest
Wenn du selbständig bist und bisher keine Vorsorge betreibst, ist das Altersvorsorgedepot der einfachste Einstieg. Schon mit 50 EUR im Monat baust du über Jahrzehnte ein relevantes Polster auf — dank Zinseszinseffekt und staatlicher Förderung. Nutze den Depot-Rechner, um zu sehen, was für dich drin ist.
Vorteile
- Altersvorsorgedepot steht auch Selbständigen offen
- Bis zu 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren → pro Jahr - SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren → senkt die Steuerlast sofort - Insolvenzschutz — normales Depot hat das nicht
- Flexible Sparraten, auch bei schwankendem Einkommen
Nachteile / Risiken
- Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
Mehr erfahren → in der Auszahlungsphase - Bei FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
Mehr erfahren →er Entnahme: Zulagen zurückzahlen - Marktrisiko bei ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →-basierten Depots - Mindestlaufzeit bis zur Rente — kein schneller Zugriff
- Wer gar kein Einkommen hat, profitiert weniger vom Steuerabzug
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