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Frau um die 60 sitzt im Café und füllt Formulare für den Rentenantrag aus

Die wichtigsten Fakten

  • Durchschnittliche Altersrente Männer (2024) ca. 1.350 EUR/Monat brutto
  • Durchschnittliche Altersrente Frauen (2024) ca. 860 EUR/Monat brutto
  • Grundsicherung im Alter (Schwellenwert ca.) ca. 1.000 EUR netto
  • Hinzuverdienst neben Rente (seit 2023) unbegrenzt möglich
  • Freiwillige GKV-Nachzahlung bis 45. Lebensjahr rückwirkend möglich

Erst die Bestandsaufnahme: Was kommt wirklich rein?

Bevor man handeln kann, braucht man Klarheit. Viele Menschen kennen ihre tatsächliche Rentenhöhe nur ungefähr — und vergessen dabei einzelne Quellen, die sich zusammen zu einer deutlich besseren Basis addieren können. Eine vollständige Übersicht aller monatlichen Einkommensquellen ist der erste Schritt.

Einkommensquelle Woher? Geprüft?
Gesetzliche Rente (GRV) Renteninformation der DRV Jährlicher Bescheid prüfen
Betriebliche Altersvorsorge (bAV) Alter Arbeitgeber, Pensionskasse Oft vergessen!
Riester-/Rürup-Rente Versicherungsgesellschaft Jahresauszug anfordern
Mieteinnahmen Eigentum Nettomieteinnahmen nach Kosten
Depot / Kapitalvermögen Bank, Broker Rendite und Entnahmepotenzial
Betriebsrente frühere Anstellung VBL, berufsständische Versorgung Kontakt aufnehmen

Erst wenn alle Quellen bekannt sind, lässt sich beurteilen, wie groß die tatsächliche Rentenlücke ist — und welche Maßnahmen sinnvoll sind. Mehr zur Berechnung: Rentenlücke berechnen.

Sofort-Maßnahmen: Was ohne großen Aufwand möglich ist

1. Grundsicherung im Alter prüfen

Wer trotz aller Einkommensquellen weniger als den soziokulturellen Mindestbedarf zur Verfügung hat — das entspricht 2025 in etwa 1.000 bis 1.150 EUR netto monatlich, je nach Wohnort und Situation —, hat Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII). Dieser Anspruch wird von vielen Menschen aus Scham nicht wahrgenommen.

Wichtig: Kinder müssen seit 2020 nur noch ab einem eigenen Jahreseinkommen von über 100.000 EUR zum Unterhalt der Eltern beitragen. Wer keine Kinder mit hohem Einkommen hat, kann Grundsicherung beantragen, ohne dass die Familie belastet wird. Mehr Informationen: Deutsche Rentenversicherung — Grundsicherung.

2. Wohngeld beantragen

Wohngeld ist eine staatliche Unterstützung für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Auch Rentner können Wohngeld erhalten, wenn ihre Miete im Verhältnis zum Einkommen zu hoch ist. Die Reform 2023 hat die Leistungen deutlich erhöht und den Kreis der Berechtigten ausgeweitet. Der Antrag läuft über das Wohngeldbüro der jeweiligen Gemeinde.

3. Ausgaben analysieren und optimieren

Manchmal liegt das Problem nicht nur am Einkommen, sondern an Ausgaben, die in der Ansparphase entstanden sind und jetzt nicht mehr passen. Typische Sparposten für Rentner:

Ausgabenbereich Einsparpotenzial Maßnahme
Krankenversicherung Mittel GKV-Kassenvergleich, Zusatzversicherungen prüfen
Wohnen Hoch Zu große Wohnung verkleinern, untervermieten
Versicherungen Mittel Überflüssige Policen kündigen (z.B. BU nach Renteneintritt)
Auto Hoch Zweitwagen abschaffen, ÖPNV + Taxi vs. Fixkosten
Abonnements Gering–Mittel Streaming, Zeitungen, Mitgliedschaften durchforsten

Mittelfristige Optionen: Was mit etwas Aufwand möglich ist

Hinzuverdienst — seit 2023 unbegrenzt

Seit Januar 2023 können Rentner unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Das gilt für alle, die die Regelaltersgrenze erreicht haben. Wer früher in Rente gegangen ist (Erwerbsminderungsrente, Altersrente vor 63/65), unterliegt anderen Regeln. Die Möglichkeiten reichen von Minijobs (520 EUR monatlich ohne Steuerpflicht) über Teilzeitarbeit bis hin zu selbständiger Tätigkeit. Mehr zum Thema: Hinzuverdienst in der Rente.

Wohnung verkleinern oder vermieten

Wer in einer zu großen Wohnung oder einem zu großen Haus lebt, zahlt zu viel für Nebenkosten, Instandhaltung und Miete — oder bindet Kapital in einer Immobilie, die man nicht voll nutzt. Eine kleinere Wohnung spart oft 400 bis 800 EUR monatlich. Wer Eigentümer ist, kann auch ein Zimmer vermieten oder die Immobilie teilverkaufen.

Depot entsparen

Wer ein Wertpapierdepot hat, kann dieses strukturiert entsparen. Dabei müssen keine großen Summen auf einmal verkauft werden. Ein monatlicher Entnahmeplan — ähnlich wie ein Sparplan in umgekehrter Richtung — ermöglicht regelmäßige Auszahlungen aus dem Portfolio, während der Rest weiter wächst. Wichtig: AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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auf realisierte Gewinne einplanen.

Freiwillige Nachzahlung in die GRV

Wer Lücken im Rentenkonto hat — etwa durch Auszeiten, Selbständigkeit oder Auslandsaufenthalte — kann unter bestimmten Voraussetzungen freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nachzahlen und so die monatliche Rente erhöhen. Eine wichtige Option ist die Nachzahlung für Schulzeiten und Hochschulzeiten bis zum 45. Lebensjahr. Das Rentenkonto klären lässt sich bei der Deutschen Rentenversicherung. Mehr dazu: Die Renteninformation richtig lesen und verstehen.

Wichtig: Freiwillige Nachzahlungen in die GRV sind nicht immer rentabel. Die sogenannte Rentabilität hängt davon ab, wie lange man Rente bezieht. Wer gesundheitlich angeschlagen ist oder eine kurze Lebenserwartung hat, sollte den Betrag lieber im Depot anlegen. Eine individuelle Beratung lohnt sich.
Mann informiert sich am Tablet über Möglichkeiten zur Rentenaufbesserung

Was tun, wenn die Rente bereits läuft und trotzdem nicht reicht?

Wer bereits Rentner ist und feststellt, dass das Geld nicht reicht, hat weniger Optionen als jemand, der noch zehn Jahre hat — aber nicht keine. Neben Grundsicherung, Wohngeld und Hinzuverdienst gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Einmalige Entnahme aus Depot oder Lebensversicherung: Um einen Liquiditätspuffer aufzubauen oder größere Ausgaben zu decken.
  • Umkehrhypothek: Wer Wohneigentum besitzt, kann dieses beleihen, ohne ausziehen zu müssen. Monatliche Auszahlung, die erst beim Tod oder Verkauf zurückgezahlt wird. In Deutschland noch selten, aber möglich.
  • Grundrente prüfen: Seit 2021 gibt es die Grundrente für Menschen mit mindestens 33 Beitragsjahren, aber kleiner Rente. Die Prüfung läuft automatisch über die DRV. Mehr: Grundrente und Grundsicherung erklärt.

Warum frühes Handeln so entscheidend ist

Wer diesen Artikel liest und noch zehn oder mehr Jahre bis zur Rente hat, hat die beste aller Möglichkeiten: Zeit. Ein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-basierter Sparplan von 200 EUR monatlich baut bei 6 % jährlicher Rendite in 20 Jahren rund 92.000 EUR Kapital auf — in 30 Jahren über 200.000 EUR. Das reicht, um eine Rentenlücke von 500 EUR monatlich über viele Jahre zu schließen.

Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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ab 2027 ergänzt das mit staatlicher Förderung: Bis zu 3.000 EUR jährlich können eingezahlt werden, der Staat zahlt 20 % Zuschuss — also 600 EUR pro Jahr — hinzu. Für Menschen mit mittlerem Einkommen, die heute anfangen, ist das eine der attraktivsten Sparoptionen.

Zur übergreifenden Planung, was die Rente wirklich kosten wird: Wie viel Rente brauche ich wirklich?. Wer 10 Wege zur Aufbesserung sucht: Rente aufbessern — 10 Wege im Überblick. Und was die eigene Renteninformation zeigt: Reicht meine Rente? Für Menschen, die langfristig entspannter in den Ruhestand blicken möchten, erklärt Sorgenfrei im Alter einen konkreten 5-Schritte-Plan. Die möglichen Pflegekosten im Alter, die viele nicht auf dem Schirm haben, fasst Pflege im Alter — was kommt auf mich zu? zusammen.

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