×
Jetzt berechnen Anmelden / Registrieren Rechner Altersvorsorgedepot Rechner Förderungs-Check Depot vs. ETF Vergleich Steuer-Rechner Riester-Wechsel-Rechner Garantie-Vergleich ETF-Vergleich (Chart) Morning Briefing Depot-Vergleich Tagesgeld-Vergleich Girokonto-Vergleich Ratgeber Was ist das Altersvorsorgedepot? Wer ist förderberechtigt? Für Angestellte Für Selbständige Für Arbeitslose Für Beamte Wie beantragen? Zulagen & Steuervorteile Auszahlung & Rente Riester umwandeln ETF-Auswahl Kosten & Gebühren FAQ Anbieter Anbieter-Vergleich Trade Republic Scalable Capital ING DKB comdirect Staatliches Standarddepot ETF-Tipps Beste ETFs MSCI World FTSE All-World Kosten-Vergleich Rente Gesetzliche Rente Rentenpunkte Rentenformel Rentenalter Rentenniveau Betriebliche Altersvorsorge Riester-Rente Rürup-Rente Rente & Steuern Zukunft der Rente Aktien Aktien-Übersicht Magnificent Seven DAX 40 Top 10 im MSCI World Einzelaktien vs. ETF Videos Alle Videos Grundlagen Rente & Riester Anbieter Fachbegriffe Podcast News Vergleichsrechner
Sprache: DE EN TR AR PL RU UK RO IT FR
Rente mit 63 — Früher in Rente gehen

Das Wichtigste in Kürze

  • Abschlagsfrei mit 63 Nur mit 45 Beitragsjahren (besonders langjährig Versicherte)
  • Für Jahrgang 1964+ Abschlagsfrei erst mit 65 (statt 63)
  • Mit Abschlägen ab 63 Bereits ab 35 Beitragsjahren möglich
  • Abschlag 0,3 % pro Monat früher = bis zu 14,4 %
  • Abschläge Gelten lebenslang, kein Ausgleich im Alter

Was bedeutet "Rente mit 63" wirklich?

Der Begriff "Rente mit 63" ist umgangssprachlich und bezieht sich auf die 2014 eingeführte abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte. Wer mindestens 45 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, konnte ursprünglich mit 63 in Rente — ohne einen Cent Abzug.

Allerdings steigt auch diese Altersgrenze schrittweise an. Für den Jahrgang 1964 und später liegt sie bei 65 Jahren. "Rente mit 63" im wörtlichen Sinne gibt es also nur noch für ältere Jahrgänge.

Die zwei Wege zur Frührente

Weg 1: Abschlagsfrei mit 45 Beitragsjahren

Wer als "besonders langjährig Versicherter" gilt (45 Pflichtbeitragsjahre), kann 2 Jahre vor der Regelaltersgrenze abschlagsfrei in Rente. Was zählt zu den 45 Jahren:

  • Pflichtbeiträge aus Beschäftigung
  • Kindererziehungszeiten (bis zu 10 Jahre pro Kind)
  • Pflegezeiten
  • Zeiten mit Arbeitslosengeld I (nicht ALG II/Bürgergeld!)
  • Freiwillige Beiträge (mindestens 18 Jahre Pflichtbeiträge)
  • Wehr- und Zivildienst
Achtung: Zeiten mit Arbeitslosengeld II (Bürgergeld) zählen nicht zu den 45 Jahren. Auch Schulzeiten und Studium zählen nicht. Das ist einer der häufigsten Irrtümer.

Weg 2: Frührente mit Abschlägen (ab 35 Beitragsjahren)

Wer mindestens 35 Versicherungsjahre hat (langjährig Versicherter), kann ab 63 in Rente gehen — allerdings mit Abschlägen. Pro Monat vor der Regelaltersgrenze werden 0,3 % abgezogen.

Renteneintritt Jahre vor Regelalter Abschlag Bei 1.600 EUR Bruttorente
Mit 67 (regulär) 0 0 % 1.600 EUR
Mit 66 1 -3,6 % 1.542 EUR
Mit 65 2 -7,2 % 1.485 EUR
Mit 64 3 -10,8 % 1.427 EUR
Mit 63 4 -14,4 % 1.370 EUR

Was kosten die Abschläge wirklich?

Die Abschläge wirken auf den ersten Blick moderat. Aber sie gelten lebenslang — auch mit 80, 85 oder 90 Jahren. Über einen durchschnittlichen Rentenbezug von 20 Jahren summieren sich die Verluste:

Szenario Monatlich weniger Verlust nach 20 Jahren Zusätzliche Rente vorab
2 Jahre früher -115 EUR -27.600 EUR +38.400 EUR (2 Jahre x 1.600)
4 Jahre früher -230 EUR -55.200 EUR +76.800 EUR (4 Jahre x 1.600)

Bei 2 Jahren Frührente bekommst du 2 Jahre länger Rente (+38.400 EUR), verlierst aber über 20 Jahre 27.600 EUR durch Abschläge. Der "Break-Even" liegt bei etwa 14 Jahren Rentenbezug. Wer älter als 77 wird, fährt mit der regulären Rente besser.

Gut zu wissen: Du kannst die Abschläge teilweise ausgleichen, indem du zusätzliche Beiträge an die Rentenversicherung zahlst. Das geht ab 50 Jahren. Ob sich das lohnt, hängt von deiner Lebenserwartung und der Alternativanlage ab. Mehr dazu: Freiwillig einzahlen.

Rente mit 63 und weiterarbeiten — geht das?

Ja. Seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr bei der Altersrente. Du kannst also mit 63 Rente beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten — in Voll- oder Teilzeit. Der Verdienst wird nicht auf die Rente angerechnet. Du zahlst aber weiter Rentenversicherungsbeiträge und sammelst zusätzliche Rentenpunkte.

Was bedeutet das für dein Altersvorsorgedepot?

Wer früher in Rente will, braucht ein größeres finanzielles Polster. Die Abschläge bei der gesetzlichen Rente machen die Lücke noch größer. Genau hier kommt das Altersvorsorgedepot ins Spiel: Es kann die Abschläge ausgleichen oder sogar übersteigen.

Nehmen wir an, du willst mit 63 in Rente und hast 230 EUR weniger gesetzliche Rente (14,4 % Abschlag). Um das auszugleichen, brauchst du ein Depot von rund 70.000-80.000 EUR (bei 4 % Entnahmerate). Mit ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
-Sparplänen im Altersvorsorgedepot, GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
und SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren →
ist das über 30+ Jahre realistisch erreichbar.

Besonders attraktiv: Im Altersvorsorgedepot fällt keine AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
Mehr erfahren →
in der Ansparphase an. Die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
Mehr erfahren →
bei Auszahlung ist im Ruhestand oft günstiger, weil dein EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
Mehr erfahren →
niedriger ist als im Berufsleben. So kann das Depot deine Rentenlücke effizient schließen.

Frührente planen — mit dem Depot-Rechner

Berechne, wie viel du monatlich sparen musst, um die Abschläge der Frührente auszugleichen.

Zum Depot-Rechner

Weiterführende Ratgeber

Rente mit 67

Die Regelaltersgrenze im Detail — für wen sie gilt und was sich ändert.

Rentenalter in Deutschland

Komplette Jahrgangs-Tabelle und alle Sonderregelungen.

Freiwillig einzahlen

Abschläge ausgleichen durch freiwillige Beiträge — wann lohnt es sich?

Minirente vermeiden

5 Strategien für eine höhere Rente — auch bei Frührente.

Altersarmut vermeiden

So stellst du sicher, dass du im Alter finanziell abgesichert bist.

Altersvorsorge bei Auswanderung

Was passiert mit deiner Vorsorge, wenn du ins Ausland ziehst?

Sprache: DE · EN · TR · AR · PL · RU · UK · RO · IT · FR