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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Gesetzliche Rente erklärt — Umlageverfahren und Rentenformel

Das Wichtigste in Kürze

  • System Umlageverfahren — Beitragszahler finanzieren aktuelle Rentner
  • Beitragssatz 18,6 % des Bruttogehalts (Arbeitgeber + Arbeitnehmer je 9,3 %)
  • Aktuelles Rentenniveau ca. 48 % des Durchschnittslohns
  • Regelaltersgrenze 67 Jahre (ab Jahrgang 1964)
  • Durchschnittsrente 2026 ca. 1.550 EUR brutto (West)
  • Versicherte Personen ca. 56 Millionen aktiv Versicherte

Video: Warum deine Rente nicht reicht

Was ist die gesetzliche Rente?

Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist die wichtigste Säule der Altersvorsorge in Deutschland. Sie wurde 1889 unter Reichskanzler Bismarck eingeführt und funktioniert nach dem sogenannten Umlageverfahren: Die heutigen Arbeitnehmer finanzieren mit ihren Beiträgen die Renten der heutigen Rentner. Im Gegenzug erwerben sie selbst Ansprüche auf eine spätere Rente.

Wer als Arbeitnehmer PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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ist, zahlt automatisch in die Rentenversicherung ein. Der Beitrag wird direkt vom Bruttogehalt abgezogen — die Hälfte trägt der Arbeitgeber, die andere Hälfte du selbst. Dein Arbeitgeber überweist beides zusammen an die Deutsche Rentenversicherung.

Gut zu wissen: Das Umlageverfahren bedeutet: Dein Geld wird nicht für dich angespart, sondern sofort an heutige Rentner ausgezahlt. Du bekommst im Gegenzug einen Anspruch auf spätere Zahlungen — keinen Geldtopf mit deinem Namen.

Wer zahlt in die Rentenversicherung ein?

Pflichtversichert sind alle abhängig Beschäftigten Arbeitnehmer. Aber auch weitere Gruppen zahlen ein:

Personengruppe Pflichtversichert? Besonderheit
Angestellte Ja Automatischer Abzug vom Bruttolohn
Auszubildende Ja Ab dem 1. Tag der Ausbildung
Selbständige Teilweise Bestimmte Berufe pflichtversichert, Rest freiwillig
Beamte Nein Eigenes Versorgungswerk (Pension)
Minijobber Ja (mit Opt-out) 3,6 % Eigenanteil, Befreiung möglich
Kindererziehende Ja (beitragsfrei) Staat übernimmt Beiträge für Erziehungszeiten
Arbeitslose Ja Agentur für Arbeit zahlt Beiträge

Wie wird deine Rente berechnet?

Deine spätere Rente ergibt sich aus der Rentenformel. Sie lautet:

Monatsrente = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor x aktueller Rentenwert

Die Rentenpunkte (Entgeltpunkte) sind dabei der wichtigste Faktor. Du sammelst sie über dein gesamtes Berufsleben: Wer genau das Durchschnittsgehalt verdient, bekommt pro Jahr exakt einen Punkt. Wer mehr verdient, bekommt mehr Punkte — wer weniger verdient, entsprechend weniger.

Laut Deutscher Rentenversicherung liegt der aktuelle Rentenwert 2026 bei 40,79 EUR pro Entgeltpunkt (West). Hast du also 40 Punkte gesammelt, erhältst du eine Bruttorente von rund 1.632 EUR im Monat.

Warum die gesetzliche Rente allein nicht reicht

Das größte Problem der gesetzlichen Rente ist die Demografie. In den 1960er Jahren kamen auf einen Rentner noch sechs Beitragszahler. Heute sind es weniger als zwei. Dieser Trend wird sich verschärfen — die Babyboomer gehen in Rente, während weniger junge Menschen nachkommen.

Achtung: Das aktuelle Rentenniveau von ca. 48 % bedeutet: Selbst wer 45 Jahre lang Durchschnittsgehalt verdient, bekommt weniger als die Hälfte als Rente. Nach Steuern und Krankenversicherung bleiben oft nur 1.100-1.300 EUR netto.

Die Zahlen machen es deutlich:

Kennzahl 2000 2026 Prognose 2040
Beitragszahler pro Rentner 2,8 1,8 ca. 1,5
Rentenniveau (netto vor Steuern) 52,9 % 48,0 % ca. 45-46 %
Bundeszuschuss zur Rente 56 Mrd. EUR ca. 115 Mrd. EUR ca. 150+ Mrd. EUR
Generationenvertrag gesetzliche Rente Umlageverfahren

Schon heute finanziert der Bundeshaushalt rund ein Drittel aller Rentenausgaben. Ohne zusätzliche Vorsorge droht vielen Menschen im Alter eine erhebliche Rentenlücke — die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der tatsächlichen Rente.

Die drei Säulen der Altersvorsorge

Deutschland setzt auf ein Drei-Säulen-Modell:

  1. Gesetzliche Rente — Pflichtversicherung, Basis für alle Arbeitnehmer. Reicht allein nicht aus.
  2. Betriebliche Altersvorsorge — Zusätzliche Absicherung über den Arbeitgeber (Betriebsrente, Direktversicherung).
  3. Private Altersvorsorge — Eigeninitiative: Das neue Altersvorsorgedepot, ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Sparpläne, Immobilien, Lebensversicherungen.

Die gesetzliche Rente bildet das Fundament. Aber wer im Alter seinen Lebensstandard halten will, braucht mindestens eine weitere Säule. Die alte Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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hat das nicht geschafft — zu teuer, zu kompliziert, zu wenig Rendite.

Was bedeutet das für dein Altersvorsorgedepot?

Das neue Altersvorsorgedepot ist die Antwort auf die Schwächen der gesetzlichen Rente. Statt auf das Umlageverfahren zu vertrauen, baust du dir ein eigenes Vermögen auf — investiert am Kapitalmarkt, gefördert vom Staat.

Die Vorteile gegenüber der reinen gesetzlichen Rente sind klar:

Vorteile Altersvorsorgedepot

  • Eigenes Vermögen — gehört dir, nicht dem System
  • Kapitalmarktrendite von durchschnittlich 6-7 % p.a. (MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    )
  • Staatliche Förderung: GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
    Mehr erfahren →
    , KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
    Mehr erfahren →
    , SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
    Mehr erfahren →
  • Keine AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    in der Ansparphase
  • Flexible Auszahlung ab Rentenalter

Risiken beachten

  • Kursschwankungen — kein garantierter Betrag
  • Geld ist bis zur Rente gebunden (FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
    Mehr erfahren →
    bei frühzeitiger Entnahme)
  • Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
    Mehr erfahren →
    bei Auszahlung

Die Kombination macht es: Die gesetzliche Rente als Basis-Absicherung plus ein Altersvorsorgedepot als Rendite-Baustein. Mit dem Depot-Rechner kannst du berechnen, wie viel zusätzliche Rente du damit aufbauen kannst.

Tipp: Prüfe mit deiner Renteninformation (kommt jährlich per Post), wie hoch deine gesetzliche Rente voraussichtlich ausfällt. Die Differenz zu deinem Wunsch-Einkommen im Alter ist deine Rentenlücke — genau diese solltest du mit dem Altersvorsorgedepot schließen.

Wie groß ist deine Rentenlücke?

Berechne jetzt, wie viel zusätzliche Rente du mit dem Altersvorsorgedepot aufbauen kannst — und wie der Staat dich dabei fördert.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Rente nach 45 Arbeitsjahren?

Wer 45 Jahre lang genau das Durchschnittsgehalt verdient, sammelt 45 Rentenpunkte. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert (40,79 EUR) ergibt das eine Bruttorente von ca. 1.836 EUR/Monat. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern bleiben oft nur 1.300–1.500 EUR netto — weniger als die meisten für ihren Lebensstandard benötigen.

Was bedeutet Rentenniveau 48 % konkret?

Das Rentenniveau von 48 % ist eine statistische Größe: Es zeigt, wie hoch eine Standardrente (45 Beitragsjahre, Durchschnittsverdienst) im Verhältnis zum aktuellen Durchschnittslohn ist. Konkret: Wer heute 3.500 EUR netto verdient, kann nach 45 Jahren etwa 1.700 EUR Bruttorente erwarten — netto deutlich weniger. Die Lücke zwischen letztem Nettolohn und tatsächlicher Nettorente ist die Rentenlücke, die privat geschlossen werden muss.

Kann ich früher in Rente gehen — und was kostet das?

Ja — aber mit Abzügen. Wer vor der regulären Altersgrenze (67 Jahre) in Rente geht, erhält pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns einen dauerhaften Abschlag von 0,3 %. Wer 3 Jahre früher (mit 64) in Rente geht, verliert 10,8 % seiner Rente lebenslang. Ausnahme: Wer 45 Beitragsjahre hat, kann abschlagsfrei mit 65 in Rente (Altersrente für besonders langjährig Versicherte). Zusätzliche freiwillige Einzahlungen können Abschläge teilweise ausgleichen.

Warum reicht die gesetzliche Rente im Alter immer weniger aus?

Das liegt an der Demografie. In den 1960er Jahren finanzierten 6 Beitragszahler einen Rentner. Heute sind es 1,8 — Tendenz weiter sinkend, weil die Babyboomer-Generation in Rente geht. Um das System stabil zu halten, wurde das Rentenniveau gesenkt und das Renteneintrittsalter erhöht. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten gestiegen. Das Ergebnis: Die gesetzliche Rente reicht für die meisten Menschen nicht mehr für ihren gewohnten Lebensstandard — private Vorsorge ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

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