×
Jetzt berechnen Anmelden / Registrieren Rechner Altersvorsorgedepot Rechner Förderungs-Check Depot vs. ETF Vergleich Steuer-Rechner Riester-Wechsel-Rechner Garantie-Vergleich ETF-Vergleich (Chart) Morning Briefing Depot-Vergleich Tagesgeld-Vergleich Girokonto-Vergleich Ratgeber Was ist das Altersvorsorgedepot? Wer ist förderberechtigt? Für Angestellte Für Selbständige Für Arbeitslose Für Beamte Wie beantragen? Zulagen & Steuervorteile Auszahlung & Rente Riester umwandeln ETF-Auswahl Kosten & Gebühren FAQ Anbieter Anbieter-Vergleich Trade Republic Scalable Capital ING DKB comdirect Staatliches Standarddepot ETF-Tipps Beste ETFs MSCI World FTSE All-World Kosten-Vergleich Rente Gesetzliche Rente Rentenpunkte Rentenformel Rentenalter Rentenniveau Betriebliche Altersvorsorge Riester-Rente Rürup-Rente Rente & Steuern Zukunft der Rente Aktien Aktien-Übersicht Magnificent Seven DAX 40 Top 10 im MSCI World Einzelaktien vs. ETF Videos Alle Videos Grundlagen Rente & Riester Anbieter Fachbegriffe Podcast News Vergleichsrechner
Sprache: DE EN TR AR PL RU UK RO IT FR

Freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen

Wann es sich lohnt und wann nicht - mit echten Renditeberechnungen.

Freiwillige Rentenversicherung

Wer Luecken in der gesetzlichen Rentenversicherung hat - durch Selbststaendigkeit, Elternzeit, Studium oder Auslandsjahre - kann freiwillig Beitraege nachzahlen. Aber lohnt sich das? Oder ist ein ETF-Sparplan die bessere Alternative?

Wer kann freiwillig einzahlen?

Freiwillige Beitraege zur Deutschen Rentenversicherung koennen zahlen:

  • Deutsche Staatsangehoerige und EU-Buerger ab 16 Jahren
  • Selbststaendige die nicht pflichtversichert sind
  • Menschen in Elternzeit (ueber die Kindererziehungszeiten hinaus)
  • Menschen die im Ausland leben aber deutschen Rentenanspruch aufbauen wollen
  • Menschen die bereits Rente beziehen und noch arbeiten (unter bestimmten Bedingungen)

Pflichtversicherte Arbeitnehmer koennen in der Regel NICHT zusaetzlich freiwillig einzahlen - fuer sie gibt es andere Instrumente (bAV, Riester, AVD).

Wie viel kann man freiwillig einzahlen?

Freiwillige Beitraege koennen zwischen dem Mindestbeitrag (100,07 Euro/Monat in 2026) und dem Hoechstbeitrag (1.311,30 Euro/Monat) frei gewaehlt werden. Man muss nicht jeden Monat einzahlen - freiwillige Beitraege sind flexibel.

Der Hoechstbeitrag ergibt den maximalen Rentenanspruch: 2,0 Entgeltpunkte pro Jahr (Beitragsbemessungsgrenze).

Was kostet ein Entgeltpunkt?

Das ist die entscheidende Frage fuer die Renditeberechnung. Ein Entgeltpunkt entspricht einem Jahr Beitragszahlung auf Durchschnittslohnniveau.

In 2026: Beitragssatz 18,6 % auf den Durchschnittslohn (45.358 Euro). Das sind 45.358 x 18,6 % = 8.437 Euro Gesamtbeitrag pro Jahr (Arbeitnehmer + Arbeitgeber). Der Arbeitnehmer-Anteil: 4.218 Euro - aber bei freiwilliger Einzahlung zaehlt der volle Betrag: 8.437 Euro fuer 1 Entgeltpunkt.

1 Entgeltpunkt = 42 Euro/Monat = 504 Euro/Jahr Rente.

Renditeberechnung: 8.437 Euro einzahlen fuer 504 Euro/Jahr Rente bedeutet: Break-Even nach 16,7 Jahren Rente. Wer mit 67 in Rente geht und 84 wird: genau der Break-Even-Punkt. Wer aelter wird: gewinnt. Wer juenger stirbt: verliert.

Vergleich: Freiwillige GRV vs. ETF-Sparplan

KriteriumFreiwillige GRVETF-Sparplan
Rendite (langfristig)2-3 % real (abhd. von Lebenserwartung)5-7 % real (historisch)
SicherheitStaatliche Garantie, angepasst an LohnentwicklungMarktrisiko, kein staatlicher Schutz
VererbbarkeitHinterbliebenenrente (eingeschraenkt)Vollstaendige Vererbbarkeit
FlexibilitaetGeld weg bis zur RenteJederzeit verfuegbar
Steuer in der AnsparphaseBeitraege als Sonderausgaben absetzbarNur Sparerpauschbetrag
Steuern in der EntnahmephaseRente als Einkommen versteuertAbgeltungssteuer 25% auf Gewinne

Renditemaessig ist der ETF-Sparplan klar besser - historisch fast doppelt so hoch real. Aber die GRV bietet Schutz den ein ETF nicht hat: Lebenslange Rente unabhaengig vom Kapital, Erwerbsminderungsschutz, Hinterbliebenenversorgung.

Wann ist freiwillige Einzahlung sinnvoll?

Ja, erwaegen wenn:

  • Du weniger als 5 Jahre Beitragszeiten hast und die Wartezeit fuer EM-Rente erreichen willst (wichtige Absicherung)
  • Du sehr risikoscheu bist und keine Aktien moechtest - die GRV ist das sicherste moegliche Altersvorsorge-Instrument
  • Du hohes Einkommen hast und die Steuerersparnis (Sonderausgabenabzug) maximieren willst - kombiniert mit Ruerup oft effektiv
  • Du sehr alt wirst in deiner Familie - bei Lebenserwartung 90+ ist die GRV-Rendite besser

Lieber ETF-Sparplan wenn:

  • Du bereits ausreichend GRV-Ansprueche hast und nur die Luecke schliessen willst
  • Du flexiblen Zugang zum Kapital benoetigen koenntst (Notfall, Selbststaendigkeit)
  • Du die hoechste Rendite willst und Marktrisiko tragen kannst
  • Du das Geld vererben moechtest

Luecken schliessen durch Nachzahlung

Wer Beitragsjahre nachkaufen moechte um Ansprueche zu erwerben (z.B. fuer fruehzeitige Rente ohne Abzuege): Das ist ebenfalls moeglich. Die Deutsche Rentenversicherung berechnet den Preis individuell - je nach Alter und Rentenzugang.

Nachzahlung fuer Schul- und Studienzeiten: Moeglich bis zum 45. Lebensjahr, aber kostenintensiv. Meistens rentiert sich ein ETF-Sparplan mehr.

Fazit: ETF schlaegt GRV in der Rendite - aber GRV bietet mehr Sicherheit

Freiwillige Einzahlungen in die GRV sind kein optimales Rendite-Instrument - aber ein solides Sicherheitsnetz. Fuer die meisten Privatanleger ist der ETF-Sparplan (oder das AVD ab 2027) die bessere Wahl. Freiwillige GRV-Beitraege sind sinnvoll als Ergaenzung wenn spezifische Schutzluecken geschlossen werden sollen.

Sprache: DE · EN · TR · AR · PL · RU · UK · RO · IT · FR

Das könnte dich auch interessieren

Was ist das Altersvorsorgedepot? 3-Säulen-Modell der Altersvorsorge Wie viel sollte ich einzahlen? Altersvorsorgedepot-Rechner