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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Finanzkrise 2008 — Lehman Brothers und die größte Bankenkrise

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Auslöser Subprime-Hypotheken in den USA
  • Symbolischer Moment Lehman Brothers Insolvenz (15.09.2008)
  • MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    Verlust (Höchststand bis Tief) ca. -55%
  • Dauer bis zur Erholung ca. 5 Jahre (bis März 2013)
  • Rettungspakete weltweit über 3 Billionen USD

Was ist passiert? Die Chronologie

Die Finanzkrise begann nicht plötzlich. Sie baute sich über Jahre auf — und die Warnsignale wurden ignoriert.

2000–2006: Der Immobilienboom. In den USA vergaben Banken massenhaft Hypothekenkredite an Kreditnehmer mit schlechter Bonität — sogenannte Subprime-Kredite. Die Logik: Immobilienpreise steigen immer, also ist der Kredit durch das Haus gedeckt.

2006–2007: Die Blase platzt. Die Immobilienpreise begannen zu fallen. Kreditnehmer konnten ihre Raten nicht mehr zahlen. Die faulen Kredite waren aber längst in komplexe Finanzprodukte (CDOs, MBS) verpackt und an Banken weltweit verkauft worden.

2008: Die Kernschmelze. Im September 2008 ging Lehman Brothers — die viertgrößte Investmentbank der USA — pleite. Die Panik erfasste das gesamte Finanzsystem. Banken vertrauten einander nicht mehr, der Interbankenmarkt fror ein, und die Börsen brachen zusammen.

Finanzkrise 2008 — Lehman-Kollaps und Erholung der Märkte

Der 15. September 2008 begann wie ein normaler Montag an der Wall Street. Um 1:45 Uhr morgens hatte Lehman Brothers Insolvenz angemeldet — 25.000 Mitarbeiter erfuhren es aus den Nachrichten. Vor dem Hauptgebäude in Manhattan trugen Angestellte Kartons mit ihren persönlichen Sachen heraus, während Fotografen jeden Moment festhielten. Es war das Bild, das die Finanzkrise definierte. An diesem Tag fiel der Dow Jones um 504 Punkte (-4,4%) — und das war erst der Anfang. In den folgenden Wochen verloren die globalen Märkte Billionen.

Die Verluste im Detail

Index / AnlageVerlust (Hoch bis Tief)TiefpunktErholung bis Vorkrisenniveau
MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-55%März 2009März 2013
S&P 500-57%März 2009März 2013
DAX-56%März 2009Mai 2013
Immobilienpreise USA-33%2012ca. 2016
Lehman Brothers Aktie-100%September 2008Nie (Insolvenz)

Warum Subprime? Das Problem erklärt

Das Wort "Subprime" bedeutet "unter erstklassig" — gemeint sind Kredite an Schuldner mit schlechter Bonität. In den Jahren vor der Krise vergaben US-Banken solche Kredite massenhaft, weil:

  • Niedrige Zinsen: Die US-Notenbank hatte nach der Dotcom-Krise die Zinsen gesenkt. Kredite waren billig.
  • Verbriefung: Banken verkauften die Kreditrisiken weiter — an andere Banken, Fonds, Versicherungen weltweit.
  • Rating-Versagen: Ratingagenturen (Moody's, S&P) bewerteten die Kreditbündel mit AAA — der Bestnote. In Wahrheit waren sie hochriskant.
  • Gier: Alle Beteiligten verdienten kurzfristig enorm — Makler, Banken, Trader, Ratingagenturen.

Als die Immobilienpreise fielen, wurde die gesamte Kette toxisch. Kreditnehmer konnten nicht zahlen, Banken hatten wertlose Papiere in den Büchern, und niemand wusste, welche Bank als nächstes kollabieren würde.

Die Rettung — und ihre Kosten

Um einen vollständigen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern, griffen Regierungen weltweit ein:

MaßnahmeLandVolumen
TARP (Troubled Asset Relief Program)USA700 Mrd. USD
Bankenrettung (RBS, Lloyds etc.)Großbritannienca. 500 Mrd. GBP
SoFFin (Finanzmarktstabilisierung)Deutschland480 Mrd. EUR (Garantien)
Zinssenkungen auf 0%USA, EU, Japanindirekt Billionen
Quantitative Easing (Anleihekäufe)USA (Fed)über 4 Bio. USD

Die Deutsche Bundesbank senkte den Leitzins auf historische Tiefststände. Die Europäische Zentralbank (EZB) begann unter Präsident Jean-Claude Trichet ein beispielloses Ankaufprogramm für Anleihen.

Die gute Nachricht: Die meisten Rettungspakete haben die Steuerzahler am Ende nichts gekostet — oder sogar Gewinn gebracht. Das US-TARP-Programm erzielte am Ende rund 15 Milliarden USD Profit für den Staat. Die gekauften Bankaktien stiegen nach der Krise deutlich.

Was Anleger aus 2008 gelernt haben

1. Diversifikation schützt. Wer nur Bank-Aktien hatte, verlor alles. Wer einen breit gestreuten ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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auf den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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hatte, verlor zwar 55%, erholte sich aber vollständig.

2. Nicht verkaufen. Wer im März 2009 panisch verkaufte, realisierte den maximalen Verlust. Wer durchhielt, stand 2013 wieder bei null — und danach weit darüber.

3. Sparpläne sind Crash-Versicherungen. Wer per Sparplan investierte, kaufte in der Krise bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile. Das drückte den Durchschnittspreis massiv nach unten.

4. Einzelaktien können auf null fallen. Lehman Brothers, Bear Stearns, Washington Mutual — alles etablierte Unternehmen, alles wertlos. Ein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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kann das nicht.

Relevanz für dein Altersvorsorgedepot

Die Finanzkrise 2008 ist der härteste Stresstest für jede Anlagestrategie. Und die Ergebnisse sind eindeutig:

  • Wer im Oktober 2007 (dem absoluten Höchststand vor dem Crash) 10.000 EUR in den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    investiert hätte, hätte im März 2009 nur noch ca. 4.500 EUR gehabt
  • Im März 2013 wären es wieder 10.000 EUR gewesen
  • Im Jahr 2025 wären es über 35.000 EUR
Was wäre wenn: Wer am 15. September 2008 — dem Tag der Lehman-Pleite — den Mut gehabt hätte, 10.000 EUR in den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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zu investieren, hätte bis März 2009 zunächst weitere 40% verloren (Depotwert: ca. 6.000 EUR). Aber Anfang 2025 wären aus diesen 10.000 EUR rund 42.000 EUR geworden. Wer sogar am absoluten Tiefpunkt (9. März 2009) investiert hätte: über 75.000 EUR. Die Angst der anderen war — wie so oft — die größte Chance.

Im Altersvorsorgedepot hätte die Erholung noch schneller gewirkt: Keine AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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auf die Kursgewinne, keine VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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, und durch GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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sowie SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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wäre das investierte Kapital höher gewesen.

Lehre aus 2008: Die größte Gefahr in einem Crash ist nicht der Verlust auf dem Papier — sondern die Panik, die dich zum Verkaufen bringt. Das Altersvorsorgedepot schützt dich davor, weil das Geld bis zur Rente gebunden ist. Du kannst nicht impulsiv verkaufen.

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Der wichtigste Schutz gegen Crashs — und warum ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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Die Top-Unternehmen von 2008 sind nicht mehr die von heute — der Index passt sich an.

Häufige Fragen

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Es ersetzt und verbessert die Riester-Rente: statt teueren Rentenversicherungen können günstige ETFs bespart werden. Förderung: Grundzulage 540 EUR/Jahr + Sonderausgabenabzug.

Was ist der Unterschied zum normalen ETF-Depot?

Normales Depot: keine staatliche Förderung, Abgeltungsteuer auf Gewinne sofort. Altersvorsorgedepot: staatliche Zulage, Steuerstundung in der Ansparphase (kein Zugriff des Fiskus), günstigere Besteuerung im Rentenalter. Dafür: Kapital erst ab Rentenalter verfügbar.

Wie eröffne ich ein Altersvorsorgedepot?

Schritt 1: Anbieter wählen (Trade Republic, ING, DKB etc.). Schritt 2: Depot online eröffnen (Legitimation per Video-Ident oder Post-Ident). Schritt 3: ETF-Sparplan einrichten. Schritt 4: Zulagenantrag beim BZSt stellen (meistens automatisch durch Anbieter).

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