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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Makler plant Altersvorsorge mit Depot und Rürup

Key-Facts: Makler und Altersvorsorge

  • Immobilienmakler (Median) 45.000 – 90.000 €/Jahr
  • Top-Makler (Gewerbe/Luxus) 150.000 – 500.000+ €
  • Versicherungsmakler (Median) 40.000 – 75.000 €
  • Einkommens-Volatilität Sehr hoch (Deal-abhängig)
  • GRV-Pflicht Nein (Gewerbetreibende)
  • Rürup max. 2026 29.344 € absetzbar

Das Provisions-Dilemma: Reich im März, arm im August

Immobilienmakler kennen das Muster: Ein Notartermin bringt auf einen Schlag 10.000 bis 30.000 Euro Provision (bei 3 % Courtage auf ein 500.000-Euro-Objekt). Dann können Wochen oder Monate vergehen, bis der nächste Deal kommt. Versicherungsmakler haben es etwas gleichmäßiger — aber auch hier hängt das Einkommen an den Abschlüssen.

Von den 3,6 Millionen Selbständigen in Deutschland sind Makler fast immer Gewerbetreibende und damit nicht pflichtversichert in der GRV. Kein Versorgungswerk, keine automatische Absicherung. 26 % aller Selbständigen haben KEINE private Altersvorsorge — bei Maklern dürfte die Quote ähnlich sein.

Vorsorge-Strategie: Provisions-Splitting

Die beste Methode für Makler: Jede Provision sofort aufteilen. 50 % Geschäftskonto (laufende Kosten + Steuern), 20 % Steuerrücklage, 15 % Altersvorsorge, 15 % privat. Das "Vorsorge-Splitting" funktioniert unabhängig von der Provisionshöhe — egal ob 3.000 oder 30.000 Euro.

Makler-Typ Provision/Jahr Vorsorge (15 %) Empfohlene Aufteilung
Einsteiger (2-4 Deals/Jahr) 30.000 – 50.000 € 4.500 – 7.500 € GRV freiwillig + Depot + ETF-Sparplan
Etabliert (6-10 Deals/Jahr) 60.000 – 120.000 € 9.000 – 18.000 € Rürup + Depot + freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
-Depot
Premium (Gewerbe/Luxus) 150.000 – 500.000+ € 22.500 – 75.000+ € Rürup max. + Depot + ETF + Immobilie
Versicherungsmakler (Bestand) 50.000 – 100.000 € 7.500 – 15.000 € Rürup + Depot + Bestandsverkauf planen

Rechenbeispiel: Immobilienmakler, 85.000 Euro Gewinn

40 Jahre alt, ledig, keine Kinder. 85.000 Euro Gewinn aus 7 Immobiliendeals. Der GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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liegt bei 42 %.

Baustein Jährlich Steuereffekt Netto-Aufwand
Freiwillige GRV (Mindestbeitrag) 1.200 € SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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ca. 700 €
Rürup (ETF-basiert, Sonderzahlung) 12.000 € ca. 5.040 € Erstattung 6.960 €
Altersvorsorgedepot 1.800 € GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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540 €
2.460 €
Freies ETF-Depot (MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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)
4.800 € 4.800 €
Gesamt 21.000 € ca. 5.580 €+ 14.920 €

Bei 6 % Rendite und 27 Jahren bis zur Rente ergibt sich ein Gesamtkapital von ca. 1,6 Millionen Euro. Die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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betrifft Rürup und GRV-Rente, das freie ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot unterliegt der AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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.

Versicherungsmakler-Bonus: Dein Versicherungsbestand hat einen Verkaufswert von typisch 1,5-3,0 des Jahres-Courtageumsatzes. Bei 50.000 Euro Jahrescourtage sind das 75.000-150.000 Euro. Diesen Wert solltest du pflegen und den Verkauf langfristig planen — er kann eine nennenswerte Zusatz-Rente finanzieren.

Immobilienmakler: Immobilie als Vorsorge?

Makler kennen den Immobilienmarkt besser als jeder andere. Trotzdem: "Ich kaufe mir einfach ein paar Wohnungen" ist keine vollständige Vorsorge-Strategie. Immobilien binden Kapital, kosten Instandhaltung und sind nicht liquide. Die Kombination ist ideal: ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot für Liquidität und Diversifikation, Rürup für den Steuereffekt, und JA — eine vermietete Immobilie als Beimischung, die du mit deiner Marktkenntnis unter Wert findest.

Achtung: Die Immobilienmakler-Branche steht vor einem Umbruch. Online-Plattformen, Festpreis-Makler und der Besteller-Prinzip-Wandel drücken die Provisionen. 33 % der ehemaligen Selbständigen bekommen weniger als 700 Euro Rente. Wer nur auf die nächste Provision wartet, riskiert Altersarmut.

GmbH-Option für Top-Makler

Ab ca. 100.000 Euro Gewinn lohnt sich die GmbH-Gründung steuerlich. Du zahlst dir ein Geschäftsführer-Gehalt (z. B. 60.000 Euro), bist damit GRV-pflichtig (Depot-Zugang gesichert) und kannst über die GmbH eine betriebliche Altersvorsorge finanzieren. Die verbleibenden Gewinne in der GmbH werden nur mit ca. 30 % besteuert (statt bis 45 % bei Einzelunternehmen).

Bestandskunden: Die Rente des Versicherungsmaklers

Versicherungsmakler haben gegenüber Immobilienmaklern einen Vorteil: den Bestand. Bestandscourtagen laufen Jahr für Jahr, solange der Kunde den Vertrag hält. Das macht das Einkommen planbarer. Und der Bestand selbst ist ein verkaufbarer Vermögenswert. Pflege ihn, denn er ist Teil deiner Altersvorsorge — auch wenn er nicht auf dem Depotkonto liegt.

Vorteile

  • Hohe Provisionen ermöglichen starke Vorsorge-Beiträge
  • Rürup-Sonderzahlung nach großen Deals
  • Immobilien-Know-how für Beimischung im Portfolio
  • Versicherungsmakler: Bestand als verkaufbarer Wert
  • GmbH-Option für Steuer- und Vorsorge-Optimierung

Nachteile / Risiken

  • Extreme Einkommensschwankungen (Deal-abhängig)
  • Kein Versorgungswerk, keine GRV-Pflicht
  • Branche im Umbruch (Online-Plattformen)
  • Versuchung, alles in Immobilien statt in Vorsorge zu stecken

Provision in Rente umwandeln — wie viel brauchst du?

Berechne, wie viel deiner Provisionen du in die Altersvorsorge umlenken musst.

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Häufige Fragen

Können Immobilienmakler das Altersvorsorgedepot nutzen?

Angestellte Makler: GRV-pflichtig, volles AVD-Recht. Selbständige Makler (Mehrheit der Branche): nicht automatisch GRV-pflichtig. Option: freiwillige GRV-Mitgliedschaft für AVD-Zugang. Für selbständige Makler mit höherem Einkommen ist Rürup oft attraktiver: steuerliche Absetzbarkeit direkt — kein GRV-Umweg nötig. Makler, die als GmbH tätig sind: GmbH-Geschäftsführer-Status prüfen (sozialversicherungspflichtig oder nicht?).

Warum ist das Provisionsmodell eine Altersvorsorge-Falle für Makler?

Maklerprovisionen sind transaktionsabhängig — kein Deal, kein Einkommen. Bei Immobilienflauten (2023–2024: Transaktionsvolumen -50 %) kann das Einkommen innerhalb von Monaten einbrechen. Wer die Altersvorsorge vernachlässigt hat, steht ohne Puffer da. Regel: In guten Jahren mindestens 20 % des Gewinns für Vorsorge reservieren, davon mindestens die Hälfte in liquid-vererbbare Instrumente (ETF-Depot, nicht nur Immobilien).

Immobilie als Altersvorsorge — funktioniert das für Makler besser?

Nicht unbedingt. Makler kennen die Risiken der Immobilie besser als die meisten — Instandhaltung, Mieterausfall, Regulierung, Liquiditätsbindung. Die eigene Immobilie ist Wohnvorsorge, keine Renditeanlage. Vermietete Immobilien haben Risiken, die im ETF-Depot fehlen. Kluge Makler diversifizieren: ETF-Depot als Gegenpol zum Immobilien-Klumpenrisiko, nicht als Ergänzung zur fünften Eigentumswohnung.

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