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Altersvorsorge in Deutschland — Das 3-Säulen-Modell erklärt

Das deutsche Rentensystem auf einen Blick

  • Aktuelles Rentenniveau (netto vor Steuern) 48,0 %
  • Durchschnittliche gesetzliche Rente (2025) ca. 1.550 EUR/Monat
  • Beitragssatz gesetzliche Rente 18,6 %
  • Verhältnis Beitragszahler zu Rentner 1,8 : 1
  • Säule 3 — Altersvorsorgedepot ab 2027

Das 3-Säulen-Modell der Altersvorsorge

Die Altersvorsorge in Deutschland steht auf drei Säulen. Jede hat eine andere Funktion, andere Regeln und andere Stärken. Zusammen sollen sie dafür sorgen, dass du im Alter deinen Lebensstandard halten kannst. In der Praxis klappt das für viele Menschen nur unzureichend — vor allem dann, wenn sie sich ausschließlich auf die erste Säule verlassen.

SäuleWas?FinanzierungFörderstatus
1. SäuleGesetzliche RentenversicherungUmlageverfahren (Beiträge der Erwerbstätigen)Pflicht für Angestellte
2. SäuleBetriebliche Altersversorgung (bAV)Entgeltumwandlung + ArbeitgeberzuschussSteuer- und sozialversicherungsfrei (bis Grenze)
3. SäulePrivate Vorsorge (Altersvorsorgedepot, Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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, Rürup, freies Depot)
Eigenbeiträge + staatliche ZulagenZulagen + SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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Säule 1: Die gesetzliche Rente

Die gesetzliche Rentenversicherung ist das Fundament der deutschen Altersvorsorge. Sie funktioniert nach dem Umlageverfahren: Die heutigen Beitragszahler finanzieren die heutigen Rentner. Es wird kein Kapital angespart. Dein Beitrag von 18,6 Prozent des Bruttogehalts (je zur Hälfte von dir und deinem Arbeitgeber) fließt direkt an die aktuelle Rentnergeneration.

Dieses System funktioniert gut, solange genügend Beitragszahler auf genügend Rentner kommen. Genau das ist zunehmend nicht mehr der Fall. In den 1960er Jahren kamen auf einen Rentner sechs Beitragszahler. Heute sind es noch 1,8. Bis 2040 wird das Verhältnis voraussichtlich auf 1,3 : 1 sinken.

Das demografische Problem

Die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre gehen in Rente. Gleichzeitig rücken geburtenschwache Jahrgänge nach. Die Folge: Entweder steigen die Beiträge, sinkt das Rentenniveau, oder der Staat schießt mehr Geld zu. Tatsächlich passiert bereits alles gleichzeitig. Der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung liegt aktuell bei über 100 Milliarden EUR pro Jahr — rund ein Viertel des Bundeshaushalts.

Das Rentenniveau ist laut Deutscher Rentenversicherung politisch auf 48 Prozent festgeschrieben. Das bedeutet: Ein Durchschnittsverdiener, der 45 Jahre lang eingezahlt hat, bekommt 48 Prozent des aktuellen Durchschnittsentgelts als Rente. Für viele reicht das nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Finanzexperten empfehlen, im Alter mindestens 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens zur Verfügung zu haben.

Gesetzliche Rente und Rentenlücke in Deutschland

Säule 2: Betriebliche Altersversorgung (bAV)

Die betriebliche Altersversorgung ist die zweite Säule. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung: Du kannst einen Teil deines Bruttogehalts in eine Betriebsrente umwandeln. Der Vorteil: Auf diesen Teil zahlst du in der Ansparphase weder Einkommensteuer noch Sozialabgaben. Dein Arbeitgeber muss seit 2019 mindestens 15 Prozent deines umgewandelten Beitrags als Zuschuss dazugeben.

Die bAV hat allerdings Nachteile: Sie ist wenig flexibel, die Vertragsgestaltung hängt vom Arbeitgeber ab, bei einem Jobwechsel wird die Mitnahme oft kompliziert, und die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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plus Krankenversicherungsbeiträge im Alter können den Vorteil schmälern. Trotzdem nutzen rund 54 Prozent der Beschäftigten eine Form der betrieblichen Altersversorgung.

Säule 3: Private Vorsorge

Die dritte Säule umfasst alles, was du eigenständig für das Alter zurücklegst. Hierzu gehören:

  • Altersvorsorgedepot (ab 2027): Staatlich gefördert, ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -basiert, bis zu 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    pro Jahr. Der Riester-Nachfolger.
  • Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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    (Auslaufmodell):
    Keine Neuverträge ab 2027. Bestehende Verträge können weitergeführt oder ins Altersvorsorgedepot übertragen werden. Mehr dazu: Geschichte der Riester-Rente.
  • Rürup-Rente (Basisrente): Besonders für Selbständige und Gutverdiener interessant. Hoher SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
    Mehr erfahren →
    , aber keine Zulagen und keine Kapitalauszahlung. Vergleich Depot vs. Rürup.
  • Freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Depot:
    Maximale Flexibilität, keine Förderung, AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    auf Gewinne. Vergleich Depot vs. freies ETF-Depot.
  • Lebensversicherungen: Klassische Produkte mit niedrigen Renditen und hohen Kosten. Für die Altersvorsorge heute kaum noch empfehlenswert.

Wo passt das Altersvorsorgedepot ins System?

Das Altersvorsorgedepot ist ein Produkt der dritten Säule. Es ersetzt die Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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und soll deren Fehler korrigieren. Statt in teure Versicherungsprodukte fließt das Geld in ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s und Fonds. Statt einer starren 100-Prozent-Beitragsgarantie kannst du zwischen drei Varianten wählen. Und statt intransparenter Kostenstrukturen gibt es einen gesetzlichen Kostendeckel.

Für PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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e in der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamte, Selbständige und weitere Gruppen wird das Altersvorsorgedepot die zentrale Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Wer clever kombiniert — gesetzliche Rente als Basis, eventuell eine bAV als zweite Schicht, und das Altersvorsorgedepot als renditeorientierte dritte Säule —, kann die Rentenlücke realistisch schließen.

Das Zusammenspiel der drei Säulen

KriteriumGesetzliche RentebAVAltersvorsorgedepot
ZugangPflicht (Angestellte)RechtsanspruchFreiwillig
RenditeerwartungAn Lohnentwicklung gekoppeltNiedrig bis mittel6 – 8 % p.a. (Variante Pur)
FlexibilitätKeineGeringHoch (ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Auswahl, Anbieterwechsel)
Steuern EinzahlungSteuerminderndSteuerfrei (bis Grenze)SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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bis 1.800 EUR
Steuern AuszahlungEinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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VererbbarEingeschränktAbhängig vom VertragJa (auf Ehepartner/Kinder)

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Berechne, wie viel das Altersvorsorgedepot zu deiner Rente beiträgt — mit Zulagen, Steuervorteilen und Zinseszins.

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Was die gesetzliche Rente wirklich leistet

Ein weit verbreiteter Irrtum: Viele Menschen glauben, die gesetzliche Rente werde ihren Lebensstandard sichern. Die Realität sieht anders aus. Bei einem Bruttogehalt von 4.000 EUR monatlich und 40 Beitragsjahren ergibt sich nach heutigen Werten eine gesetzliche Rente von rund 1.500 EUR brutto — vor Steuern und Krankenversicherung. Netto bleiben etwa 1.250 EUR. Wer vorher 2.800 EUR netto verdient hat, dem fehlen über 1.500 EUR pro Monat.

Diese Lücke wird sich in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich vergrößern, nicht verkleinern. Die private Vorsorge ist daher keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Das Altersvorsorgedepot macht es erstmals möglich, diese Vorsorge günstig, transparent und renditeorientiert zu betreiben — mit staatlicher Unterstützung. Wer noch nicht weiß, wie er konkret anfangen soll, findet einen strukturierten Einstieg im Ratgeber Wie sorge ich fürs Alter vor?

Weiterführende Ratgeber

Reicht meine Rente?

Persönlichen Bedarf ermitteln und mit der erwarteten Rente abgleichen.

Rentenlücke berechnen

Wie viel fehlt dir im Alter? Faustformeln und Rechner.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Der Riester-Nachfolger ab 2027 — alle Details.

Zulagen und Steuervorteile

GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
, KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
Mehr erfahren →
, SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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im Detail.

Depot vs. Betriebsrente

Was bringt mehr? Altersvorsorgedepot oder bAV?

Altersarmut vermeiden

5 konkrete Maßnahmen gegen die Rentenlücke.

3-Säulen-Modell im Detail

Gesetzliche Rente, bAV, private Vorsorge — der vollständige Vergleich.

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