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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Abgeltungsteuer versus Einkommensteuer Vergleich

Steuersysteme auf einen Blick

  • AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    25% + 5,5% Soli = 26,375% pauschal
  • EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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    14% bis 45% progressiv
  • Break-even ~33.700 EUR zu versteuerndes Einkommen (ledig)
  • Altersvorsorgedepot Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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    mit Einkommensteuer
  • Normales Depot AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    auf Kapitalerträge

Zwei Steuersysteme, zwei Logiken

In Deutschland existieren zwei grundlegend verschiedene Besteuerungssysteme für Kapitalerträge. Welches für dich günstiger ist, hängt maßgeblich von deinem Gesamteinkommen ab — besonders im Ruhestand.

Vergleich Abgeltungsteuer und Einkommensteuer beim Depot

Die Abgeltungsteuer

Seit 2009 werden Kapitalerträge in normalen Depots pauschal mit der AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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besteuert: 25% Kapitalertragsteuer plus 5,5% Solidaritätszuschlag ergibt 26,375%. Dazu kommt gegebenenfalls Kirchensteuer (8% oder 9% auf die Kapitalertragsteuer). Die Steuer wird direkt von der Bank einbehalten — du musst dich um nichts kümmern.

Die Einkommensteuer

Beim Altersvorsorgedepot greift dagegen die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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: Die Auszahlungen werden mit deinem persönlichen EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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besteuert. Dieser richtet sich nach deinem Gesamteinkommen im jeweiligen Jahr und kann zwischen 0% (unter dem Grundfreibetrag) und 45% (Spitzensteuersatz ab ~277.826 EUR) liegen.

Der Einkommensteuer-Tarif im Detail

Der deutsche Einkommensteuertarif ist progressiv aufgebaut. Das bedeutet: Jeder zusätzliche Euro wird stärker besteuert als der vorherige. Die folgende Tabelle zeigt den GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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und den Durchschnittssteuersatz für verschiedene Einkommenshöhen:

Zu versteuerndes Einkommen (ledig)GrenzsteuersatzDurchschnittssteuersatzGünstiger als Abgeltungsteuer?
Bis 12.084 EUR0%0%Ja (steuerfrei)
15.000 EUR~24%~5%Ja
20.000 EUR~27%~11%Ja
25.000 EUR~29%~15%Ja
30.000 EUR~31%~18%Ja
33.700 EUR~32%~20%Break-even (Durchschnitt = 26,375%? Nein, Grenz!)
40.000 EUR~34%~22%Durchschnitt: Ja / Grenz: Nein
50.000 EUR~37%~25%Durchschnitt: Knapp / Grenz: Nein
55.000 EUR~39%~27%Nein (Durchschnitt > 26,375%)
68.480 EUR+42%~30%+Nein

Werte für 2026, ledig, ohne Kirchensteuer. Bei Zusammenveranlagung verdoppeln sich die Einkommensgrenzen.

Steuervergleich Abgeltungsteuer Einkommensteuer Rechner

Die Break-even-Berechnung

Die entscheidende Frage: Ab welchem Einkommen im Ruhestand wäre die AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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günstiger als die Einkommensteuer?

Hier muss man zwischen zwei Betrachtungen unterscheiden:

1. Durchschnittssteuersatz (entscheidend für Gesamtbelastung)

Der Durchschnittssteuersatz erreicht 26,375% erst bei einem zu versteuernden Einkommen von ca. 55.000 EUR (ledig) bzw. 110.000 EUR (verheiratet). Erst ab diesem Einkommen wäre die pauschale Abgeltungsteuer insgesamt günstiger.

2. Grenzsteuersatz (entscheidend für den letzten Euro)

Der GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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übersteigt 26,375% bereits ab ca. 19.500 EUR (ledig). Das bedeutet: Jeder zusätzliche Euro aus dem Altersvorsorgedepot wird ab diesem Einkommen höher besteuert als mit der Abgeltungsteuer.

Was zählt? Für die Gesamtbewertung ist der Durchschnittssteuersatz relevant. Und der liegt bei den meisten Rentnern weit unter 26,375%. Warum? Weil das zu versteuernde Einkommen im Ruhestand selten 55.000 EUR erreicht.

Rechenbeispiel: Peter, 67 Jahre, Ruhestand

Peter bezieht folgende Einkünfte im Ruhestand:

EinkommensquelleBrutto/JahrSteuerpflichtiger Anteil
Gesetzliche Rente21.600 EUR~19.440 EUR (90% steuerpflichtig)
Altersvorsorgedepot-Auszahlung9.600 EUR9.600 EUR (100% steuerpflichtig)
Gesamt31.200 EUR29.040 EUR
Abzüglich Grundfreibetrag-12.084 EUR
Zu versteuerndes Einkommen16.944 EUR

Bei 16.944 EUR zu versteuerndem Einkommen liegt Peters Durchschnittssteuersatz bei etwa 9%. Er zahlt auf seine 9.600 EUR Depot-Auszahlung effektiv nur rund 864 EUR Steuern.

Hätte Peter das gleiche Geld in einem normalen Depot mit AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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: Bei 60% Kursgewinnanteil wären auf 5.760 EUR Gewinn rund 1.519 EUR Abgeltungsteuer fällig — fast doppelt so viel.

Wann ist die Abgeltungsteuer doch günstiger?

In bestimmten Konstellationen kann die pauschale Besteuerung vorteilhafter sein:

  • Hohe Pension: Beamte im Ruhestand mit Pension über 50.000 EUR/Jahr haben einen hohen Steuersatz. Allerdings können Beamte oft ohnehin kein Altersvorsorgedepot abschließen (nur wenn PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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    ).
  • Große Mieteinnahmen: Wer im Alter hohe Mieteinnahmen plus gesetzliche Rente bezieht, kann über den Break-even rutschen.
  • Betriebsrente + gesetzliche Rente + Depot: Die Kombination mehrerer Einkommensquellen kann das zu versteuernde Einkommen über 55.000 EUR treiben.

Der versteckte Vorteil: Steuerstundung

Selbst wenn der Steuersatz am Ende identisch wäre, hat das Altersvorsorgedepot einen strukturellen Vorteil: die Steuerstundung. Im normalen Depot zahlst du die VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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jährlich. Im Altersvorsorgedepot zahlst du erst bei Auszahlung — bis dahin arbeiten 100% für dich. Über 30 Jahre erzeugt das einen erheblichen Zinseszins-Vorteil, selbst bei gleichem Steuersatz.

Sonderfälle: GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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und Sparerpauschbetrag

Im normalen Depot hast du einen Sparerpauschbetrag von 1.000 EUR (ledig) bzw. 2.000 EUR (verheiratet). Kapitalerträge bis zu dieser Grenze bleiben steuerfrei. Beim Altersvorsorgedepot gibt es keinen solchen Freibetrag — die gesamte Auszahlung wird besteuert. Bei sehr kleinen Depots kann dieser Pauschbetrag den Nachteil der Abgeltungsteuer teilweise ausgleichen.

Umgekehrt führt das Finanzamt bei der Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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automatisch eine GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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durch: Es prüft, ob der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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oder die Zulagen vorteilhafter sind. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.

Was ist für dich günstiger?

Berechne dein voraussichtliches Renteneinkommen und die Steuerbelastung mit dem Altersvorsorgedepot.

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Fazit: Für die Mehrheit gewinnt die Einkommensteuer

Die Zahlen sind eindeutig: Wer im Ruhestand ein zu versteuerndes Einkommen unter 55.000 EUR hat — und das betrifft die große Mehrheit der Arbeitnehmer — fährt mit der nachgelagerten Besteuerung im Altersvorsorgedepot günstiger als mit der pauschalen AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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. Zusätzlich profitierst du von der Steuerstundung, den staatlichen Zulagen und dem SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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während der Ansparphase. Nur wer im Alter überdurchschnittlich hohe Einkünfte erwartet, sollte genauer rechnen.

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Häufige Fragen

Wie wird das Altersvorsorgedepot besteuert?

In der Ansparphase: keine Abgeltungsteuer auf Kursgewinne oder Dividenden (Steuerstundung). Bei Entnahme im Rentenalter: Besteuerung mit dem persönlichen Einkommensteuersatz. Da Rentner meist niedrigere Steuerquote haben, ist das vorteilhaft.

Was ist der Sonderausgabenabzug beim Altersvorsorgedepot?

Einzahlungen ins Altersvorsorgedepot können als Sonderausgaben abgezogen werden - bis 1.800 EUR/Jahr (geplant). Bei 35% Steuersatz: bis zu 1.050 EUR Steuerersparnis pro Jahr. Zusammen mit Zulage die doppelte Förderung.

Was ist die Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs?

Thesaurierende ETFs unterliegen jährlich einer kleinen Steuer auf fiktive Ausschüttungen (Vorabpauschale). Im Altersvorsorgedepot faellt diese in der Ansparphase nicht an - ein weiterer Steuervorteil gegenüber dem normalen Depot.

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