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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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50 EUR monatlich in die Aktienrente — lohnt sich das?
Von AktienRenteRechner-RedaktionStand: Mai 2026

50 EUR/Monat — Die Eckdaten

  • Eigenbeitrag pro Jahr 600 EUR
  • GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    bei 600 EUR 540 EUR/Jahr (volle Zulage)
  • Förderquote 90 % — fast doppelt so hoch wie bei 150 EUR!
  • Gesamteinzahlung ins Depot 1.140 EUR/Jahr
  • Endkapital nach 37 Jahren (6 %) ~155.000 EUR
50 EUR monatlich Förderquote 40 Prozent

Klein anfangen und groß rauskommen mit der Aktienrente

50 EUR im Monat -- das ist ein Streaming-Abo und zwei Kaffee weniger. Klingt nach nichts. Doch das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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belohnt gerade kleine Beiträge überproportional. Die Deutsche Rentenversicherung weist regelmäßig darauf hin, dass auch kleine private Zusatzvorsorge einen spürbaren Unterschied im Alter macht. Der Grund: Die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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wirkt bei niedrigen Eigenbeiträgen als massiver Hebel.

Bei 600 EUR Jahresbeitrag greift die pauschale Grundzulage von 540 EUR/Jahr — vollständig, weil 600 EUR weit über dem Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr liegt. Das ergibt eine Förderquote von satten 90 %. Zum Vergleich: Bei 1.800 EUR Eigenbeitrag beträgt die Förderquote nur 30 %. Die genaue Berechnung der Zulagen und Steuervorteile findest du im verlinkten Ratgeber.

Rechenbeispiel: 50 EUR/Monat über 37 Jahre

Annahmen: Start mit 30, Renteneintritt 67, breit gestreuter ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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mit 6 % Rendite nach Kosten, keine Kinder, GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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25 %.

KennzahlPro JahrGesamt (37 Jahre)
Eigenbeitrag600 EUR22.200 EUR
GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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540 EUR (volle Zulage)19.980 EUR
Gesamteinzahlung ins Depot1.140 EUR42.180 EUR
Endkapital bei 5 %~122.000 EUR
Endkapital bei 6 %~155.000 EUR
Endkapital bei 7 %~199.000 EUR
Steuerersparnis (SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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, 25 %)
~150 EUR*~5.550 EUR

*Via GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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: Das Finanzamt vergleicht Sonderausgabenabzug mit Zulagen und gewährt den besseren Vorteil.

Praxisbeispiel: Nina startet mit 50 EUR

Nina (24, Friseurin, 24.000 EUR brutto) verdient nach Abzügen rund 1.550 EUR netto. Nach Miete, Versicherungen und Lebenshaltung bleiben ihr nur 120 EUR frei. 150 EUR für die Aktienrente? Unmöglich. Aber 50 EUR — das geht.

Ninas Förder-Rechnung: 600 EUR Eigenbeitrag + 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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= 1.140 EUR fließen jährlich ins Depot. Ihr GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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liegt bei nur 20 %, die Zulagen dominieren klar. Nina bekommt für jeden eingezahlten Euro 90 Cent vom Staat geschenkt. Ihre echte monatliche Belastung: 50 EUR. Dafür fließen 95 EUR ins Depot.

Nina hat noch 43 Jahre bis zur Rente. Bei 6 % Rendite wächst ihr Depot auf rund 230.000 EUR — wenn sie durchhält. Sollte Nina in 5 Jahren mehr verdienen und auf 100 EUR monatlich aufstocken, steigt das Endkapital auf über 250.000 EUR. Die 5 Jahre Vorsprung mit 50 EUR bringen durch den Zinseszins rund 30.000 EUR mehr als ein Start mit 100 EUR erst 5 Jahre später.

Förderquote: Je weniger du einzahlst, desto mehr bekommst du relativ

Das klingt paradox, ist aber Fakt. Der Sockelbeitrag von nur 60 EUR/Jahr löst bereits die volle Grundzulage von 540 EUR aus — das macht kleine Beiträge extrem attraktiv:

Eigenbeitrag/MonatEigenbeitrag/JahrGrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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FörderquoteEndkapital (6 %, 37 J.)
50 EUR600 EUR540 EUR90,0 %~155.000 EUR
100 EUR1.200 EUR540 EUR45,0 %~235.000 EUR
150 EUR1.800 EUR540 EUR30,0 %~318.000 EUR

Die absolute Förderung ist bei 150 EUR natürlich höher — 540 EUR statt 240 EUR. Aber relativ gesehen profitierst du mit 50 EUR am stärksten. Wenn dein Budget knapp ist, ist das ein starkes Argument für den Einstieg.

Netto-Belastung: Was kostet dich die Aktienrente wirklich?

Durch den SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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sinkt deine tatsächliche Belastung nochmals:

Echte monatliche Kosten: 50 EUR Eigenbeitrag minus ~12,50 EUR Steuerersparnis = 37,50 EUR netto. Dafür fließen 95 EUR monatlich in dein Depot (50 EUR eigene + 45 EUR Zulage/Monat). Dein Hebel: 2,53x — du bekommst fast das Dreifache von dem, was dich die Aktienrente wirklich kostet.

37,50 EUR netto — das ist weniger als ein halber Tank Benzin. Für diesen Betrag baust du dir über Jahrzehnte ein sechsstelliges Depot auf. Welche Kosten und Gebühren beim Depot anfallen und wie du sie minimierst, erklärt der verlinkte Ratgeber.

50 EUR als Einstieg in die Aktienrente — später aufstocken

Du musst nicht für immer bei 50 EUR bleiben. Das Altersvorsorgedepot erlaubt flexible Beiträge. Eine sinnvolle Strategie: Mit 50 EUR starten, bei Gehaltserhöhung schrittweise auf 100 oder 150 EUR erhöhen. So nutzt du den ZinseszinseffektWas ist Zinseszinseffekt?Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Erträge. Über Jahrzehnte entsteht exponentielles Wachstum. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei — das beschleunigt den Effekt enorm.
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ab dem ersten Tag, ohne dein Budget zu sprengen.

Wer mit 30 startet und ab 35 auf 150 EUR aufstockt, hat am Ende deutlich mehr als jemand, der erst mit 35 einsteigt. Die fünf zusätzlichen Jahre sind mehr wert als die geringere Anfangssparrate. Warum sich ein früher Start besonders lohnt, zeigt der Ratgeber Früh anfangen vs. spät starten.

Praxisbeispiel: Mehmet in der Ausbildung

Mehmet (19, Azubi Einzelhandel, 18.000 EUR brutto im 2. Lehrjahr) ist PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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und damit förderberechtigt. Als Berufseinsteiger unter 25 bekommt er den einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 EUR.

Mehmets Start-Vorteil: Im ersten Jahr: 600 EUR Eigenbeitrag + 540 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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+ 200 EUR Berufseinsteigerbonus = 1.340 EUR im Depot. Ab dem zweiten Jahr ohne Bonus: 1.140 EUR/Jahr. Bei 6 % Rendite und 48 Jahren Laufzeit (bis 67) wächst das Depot auf rund 320.000 EUR — nur mit 50 EUR monatlich. Stockt Mehmet nach der Ausbildung auf 150 EUR auf, sind über 500.000 EUR möglich.
Nicht vergessen: Den Berufseinsteigerbonus bekommt nur, wer unter 25 ist und in den ersten 3 Jahren der Förderberechtigung das Depot eröffnet. Wer wartet, verschenkt 200 EUR geschenktes Geld. Alle Voraussetzungen stehen im Ratgeber Wer ist förderberechtigt?

Für wen sind 50 EUR monatlich besonders sinnvoll?

Die niedrige Sparrate passt besonders zu diesen Situationen:

  • Berufseinsteiger: Geringes Gehalt, aber lange Laufzeit. Plus: Berufseinsteigerbonus von 200 EUR einmalig, wenn du unter 25 bist.
  • Alleinerziehende: Knapper Spielraum, aber mit KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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    steigt die Gesamtförderung massiv. Bei 1 Kind: 540 EUR Grundzulage + 300 EUR Kinderzulage = 840 EUR Zulagen auf 600 EUR Eigenbeitrag — Förderquote 140 %! Der Staat zahlt mehr als du selbst einzahlst.
  • Teilzeitbeschäftigte: Wenig Einkommen, aber volle Förderberechtigung ab dem ersten Euro Rentenversicherungspflicht.
  • Studenten mit Nebenjob: Wer PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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    ist, kann schon ab 50 EUR mitmachen.
  • Eltern in Elternzeit: Auch während der Elternzeit bleiben Zulagen erhalten — 50 EUR sind aus dem Elterngeld oft machbar.

Auszahlung im Alter: Was bringen 138.000 EUR Endkapital?

Bei Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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und 20 Jahren Auszahlung ergibt das ca. 575 EUR brutto monatlich. Bei 18 % Steuersatz im Alter bleiben rund 470 EUR netto — als Ergänzung zur gesetzlichen Rente nicht schlecht für 50 EUR Einsatz pro Monat. Die genauen Regeln zur Auszahlung im Alter und zur Besteuerung der Aktienrente findest du in den verlinkten Ratgebern.

Häufige Fragen zu 50 EUR monatlich

Gibt es einen Mindestbeitrag für das Altersvorsorgedepot?

Die volle Grundzulage von 540 EUR gibt es ab dem Sockelbeitrag von 60 EUR/Jahr (5 EUR/Monat). 50 EUR/Monat liegt weit darüber — du bekommst die volle Förderung. Der Anbieter kann einen eigenen Mindestbeitrag festlegen, typisch sind 25-50 EUR/Monat.

Lohnen sich 50 EUR auch ohne Kinder?

Ja. Die Förderquote liegt bei 90 % — das ist die höchste Quote aller Sparraten oberhalb des Sockelbeitrags. Bei 6 % Rendite über 37 Jahre werden aus 22.200 EUR Eigenbeitrag rund 155.000 EUR. Das ist ein Faktor von knapp 7x auf dein eingesetztes Kapital.

Sollte ich lieber 50 EUR ins Depot oder in ein freies ETF-Depot stecken?

Bei niedrigen Beiträgen ist das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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fast immer vorteilhafter, weil die relative Förderung bei 90 % liegt. Ein freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot hat keine Zulagen und unterliegt der VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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. Nur wenn du vor 67 an das Geld musst, ist das freie Depot flexibler. Mehr dazu im Ratgeber Depot vs. freies ETF-Depot.

Kann ich 50 EUR auch als Minijobber einzahlen?

Nur wenn du rentenversicherungspflichtig bist. Seit 2013 sind Minijobber automatisch PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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, können sich aber befreien lassen. Wenn du dich befreien lässt, verlierst du die Förderberechtigung. Bleib bei der Pflichtversicherung — der geringe Mehrbeitrag lohnt sich allein wegen der Zulagen.

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