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BASF Aktie — Weltgrößter Chemiekonzern aus Ludwigshafen
Gründung
1865
Mitarbeiter
~112.000
Umsatz (2024)
69 Mrd. EUR
Dividende
5,5%
KGV
~15
MSCI-Gewicht
~0,04%

Key-Facts: BASF SE

  • Unternehmen BASF SE
  • ISIN DE000BASF111
  • Ticker BAS
  • Börse XETRA
  • Branche Chemie
  • Land Deutschland
  • Marktkapitalisierung ca. 40 Mrd. EUR

160 Jahre Chemie: Von Farbstoffen zur Grundlage der modernen Welt

BASF — die "Badische Anilin- und Soda-Fabrik" — wurde 1865 in Mannheim gegründet und zog bald nach Ludwigshafen um. Urspruenglich stellte das Unternehmen Textilfarbstoffe her. Doch Friedrich Engelhorn, der Gründer, hatte eine größere Vision: Chemie als industrielle Basis für alles. 160 Jahre später ist genau das Realitaet. Mehr zum Unternehmen auf basf.com. BASF-Produkte stecken in Autolacken, Daemmmaterial, Pflanzenschutzmitteln, Kosmetik, Medikamenten, Batterien und Kunststoffen. Wenn du morgens aufstehst und deine Zahnpasta benutzt, ist BASF beteiligt. Wenn du abends ins Bett gehst und auf einer Schaumstoffmatratze liegst — auch.

Der Verbundstandort: 10 Quadratkilometer Chemie-Stadt

Das Herzstück von BASF ist der Verbundstandort Ludwigshafen — das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt. 10 Quadratkilometer, über 200 Produktionsanlagen, 39.000 Mitarbeiter, eigene Kraftwerke, eigene Feuerwehr, eigenes Schienennetz. Das Prinzip: Der Abfallstoff einer Anlage ist der Rohstoff der nächsten. Diese Verbundstrategie spart Energie, reduziert Transporte und senkt Kosten. Kein Wettbewerber hat etwas Vergleichbares in dieser Größe — auch nicht Siemens mit seinem Industrieverbund. Gleichzeitig ist diese Konzentration ein Risiko: Wenn Ludwigshafen ein Problem hat, hat BASF ein Problem.

Energie: BASFs Achillesferse

Chemie ist energieintensiv. BASF verbraucht in Ludwigshafen allein so viel Erdgas wie die gesamte Schweiz. Als Russland 2022 den Gashahn zudrehte, traf es BASF wie einen Schlag. Die Energiekosten explodierten, die Margen kollabierten, ganze Produktionslinien wurden heruntergefahren. BASF kündigte an, Stellen in Europa zu streichen und Investitionen nach China zu verlagern — ein politisch heikler Schritt, der bis heute für Kontroversen sorgt.

China-Wette: Zhanjiang als zweites Ludwigshafen

Während BASF in Europa spart, investiert der Konzern 10 Milliarden Euro in einen neuen Verbundstandort im suedchinesischen Zhanjiang. Die Logik: Näher am Wachstumsmarkt, günstigere Energie, weniger Regulierung. Kritiker sehen darin eine gefährliche Abhängigkeit von China und ein politisches Risiko angesichts der Taiwan-Spannungen. Befürworter argumentieren: Wer im größten Chemiemarkt der Welt nicht praesent ist, wird irrelevant. Diese Wette wird BASFs nächstes Jahrzehnt definieren.

Dividende unter Druck: Das heilige Versprechen wackelt

BASF war jahrzehntelang eine der zuverlässigsten Dividendenaktien in Deutschland. Generationen von Anlegern kauften "die BASF" als soliden Einkommenswert. Doch die Energiekrise, sinkende Nachfrage und teure Restrukturierungen haben die Dividende unter Druck gesetzt. 2023 wurde sie gekürzt — zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt. Die aktuelle Rendite von 5,5% sieht attraktiv aus, aber sie ist nur sicher, solange die Gewinne die Ausschüttung tragen. Bei BASF ist das nicht mehr selbstverständlich.

Wusstest du?

Der BASF-Verbundstandort Ludwigshafen verbraucht pro Jahr so viel Erdgas wie die gesamte Schweiz — rund 37 Terawattstunden. Das Areal hat ein eigenes Schienennetz mit 230 Kilometern Gleisen, eine eigene Feuerwehr mit 300 Einsatzkräften und produziert täglich rund 8.000 verschiedene Chemieprodukte. Es ist faktisch eine Stadt in der Stadt.

Performance: BASF-Aktie im Zeitverlauf

1 Jahr
-15%
5 Jahre
-35%
10 Jahre
-20%
MSCI World
+180% (10J)

-20% in zehn Jahren — während der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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+180% lieferte. Selbst mit der Dividende von durchschnittlich 4-5% pro Jahr bleibt unter dem Strich ein Verlust. BASF zeigt eindrucksvoll: "Solide deutsche Dividendenaktie" ist kein Synonym für "gute Rendite". Die Energiewende und geopolitische Verschiebungen haben das Geschäftsmodell fundamental verändert.

In welchen ETFs steckt BASF?

  • DAX — traditionelles Schwergewicht, Gewicht gesunken
  • MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    — enthalten, aber minimales Gewicht
  • STOXX Europe 600 Chemicals — Branchenindex
  • MSCI ACWI — automatisch enthalten

In einem breit gestreuten MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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macht BASF nur einen winzigen Bruchteil aus. Das ist der Vorteil: Du profitierst von den Gewinnern und wirst von den Verlierern kaum belastet.

Wichtig: Im Altersvorsorgedepot (ab 2027) sind Einzelaktien wie BASF nicht zugelassen. Nur breit gestreute ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s auf anerkannte Indizes (z.B. MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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, MSCI ACWI) kommen infrage. BASF ist dort automatisch enthalten — mit einem Gewicht, das das Klumpenrisiko eliminiert.

Chemie im Depot — aber richtig dosiert

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Fazit: Unverzichtbar für die Welt, enttäuschend für Anleger

BASF ist der größte Chemiekonzern der Welt und liefert Grundstoffe, ohne die keine moderne Industrie funktioniert. Doch "unverzichtbar" bedeutet nicht "profitabel für Aktionäre". Hohe Energiekosten in Europa, die riskante China-Wette und eine unter Druck stehende Dividende machen BASF zu einem schwierigen Investment — ähnlich wie bei Bayer, dem anderen deutschen Chemie-Pharma-Riesen. Wer langfristig und breit streuen möchte, bekommt BASF über den MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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in der richtigen Dosierung — ohne sich dem Einzelrisiko eines Konzerns auszusetzen, der gerade seinen größten Umbau seit Jahrzehnten durchläuft.

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