Iran-Konflikt und Q2-Zahlen: Nervöse Märkte zum Wochenstart
Morning Briefing — Montag, 13.07.2026
Der Wochenstart steht unter Spannung: Während die US-Futures vor Beginn der großen Berichtssaison schwächeln, treibt der eskalierte Iran-Konflikt die Ölpreise deutlich nach oben. Gleichzeitig zeigt sich eine bemerkenswerte Divergenz zwischen US-Märkten und dem DAX – ein Muster, das wir diese Woche genau beobachten sollten.
Gold liegt bei über viertausend Dollar, Öl macht einen Satz um fast vier Prozent, und NVIDIA glänzt mit einem Plus von vier Prozent – während deutsche Standardwerte mehrheitlich im Minus notieren. Was steckt dahinter, und was bedeutet das für eure Portfolios?
Inhalt: Wochenstart 14. Juli 2026
Wochenrückblick: Divergenz zwischen US und Europa
Die vergangene Woche hat ein Muster verstärkt, das uns schon seit Wochen begleitet: Während die US-Märkte ihre Stärke behaupten, tut sich der DAX zunehmend schwer. Der S&P 500 notiert bei 7575 Punkten und zeigt heute ein Plus von 0,42 Prozent. Der DAX hingegen liegt bei 25.067 Punkten und gibt heute 0,2 Prozent ab.
Diese Divergenz hat mehrere Gründe: Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin robuste Wachstumszahlen, während Europa mit strukturellen Herausforderungen kämpft. Die Debatte um Kürzungen bei der Wärmepumpenförderung in Deutschland ist dabei nur ein Symptom für die größere Unsicherheit in der Energie- und Klimapolitik, die Investoren nervös macht.
Besonders spannend: Der Technologiesektor in den USA läuft Europa davon. NVIDIA legt heute vier Prozent zu und notiert bei knapp 211 Dollar. Microsoft gewinnt 0,19 Prozent auf 385 Dollar. SAP dagegen verliert 0,12 Prozent auf 137,58 Euro, Siemens gibt 0,35 Prozent auf 272,85 Euro ab.
Bei den Rohstoffen sehen wir eine bemerkenswerte Entwicklung: Gold notiert bei 4.078 Dollar und verliert heute 0,64 Prozent – liegt aber immer noch auf einem extrem hohen Niveau. Zur Erinnerung: Vor einigen Monaten notierte Gold noch über 5.000 Dollar, hat also bereits eine deutliche Korrektur hinter sich. Silber gibt stärker nach und verliert heute 1,81 Prozent auf 58,72 Dollar.
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